Marketingfachleute (MK): 23 kostenlose Übungsfragen

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Die Auswahl stammt aus unseren Ratgebern und aus dem Gratis-Test. Fragen, Antworten und Erklärungen sind auf Deutsch.

Frage 1 · Marketingfachleute · Prüfung

Aus dem Unternehmensziel «Umsatz um 10 % steigern» wird ein Marketingziel abgeleitet. Welches Ziel ist ein Instrumentalziel auf der untersten Stufe?

Eine Antwort ist richtig.

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Richtige Antwort: Die Rücklaufquote des Mailings auf mindestens 4 % steigern

Die Zielhierarchie läuft vom Unternehmensziel über das Marketingziel zum Instrumentalziel. Dieses bezieht sich auf ein einzelnes Instrument wie das Mailing.

Hintergrund und Quellen: Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis: Prüfung, Zulassung, Kosten · Stand: 08.11.2026

Frage 2 · Marketingfachleute · Prüfung

Wie lässt sich das Marktpotenzial in Franken im Grundsatz berechnen?

Eine Antwort ist richtig.

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Richtige Antwort: Käufer mal Kaufmenge pro Käufer mal Durchschnittspreis

Potenzial = Käufer × Menge × Preis. Es zeigt die maximale Aufnahmefähigkeit des Marktes.

Hintergrund und Quellen: Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis: Prüfung, Zulassung, Kosten · Stand: 08.11.2026

Frage 4 · Marketing-Mix

Die Möbelmanufaktur Alder AG senkt den Preis ihrer Premium-Linie um 25 %, ohne andere Instrumente zu ändern. Welche Folge ist am wahrscheinlichsten?

Eine Antwort ist richtig.

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Richtige Antwort: Das Qualitätsbild leidet, und die Linie wirkt weniger exklusiv

Isolierte Preisänderungen können die Positionierung beschädigen.

Frage 5 · Wettbewerbs- und Umfeldanalyse

Welche Gruppe gehört zum Mikroumfeld (Aufgabenumfeld) eines Unternehmens?

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Richtige Antwort: Lieferanten, Kundschaft und Wettbewerber der Branche

Das Mikroumfeld umfasst die direkten Marktpartner, also Lieferanten, Kundschaft und Konkurrenz. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind Makroumfeld.

Frage 6 · Produktlebenszyklus, Sortiment

Ein Fachgeschäft will einen Artikel streichen, der wenig Umsatz bringt, aber einen positiven Deckungsbeitrag hat. Kundinnen kaufen ihn oft zusammen mit teuren Zubehörteilen. Was sollte vor dem Entscheid geprüft werden?

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Richtige Antwort: Ob der Artikel Verbundeffekte auf andere Produkte hat, die bei einer Streichung ebenfalls wegbrechen würden

Bei Produktelimination werden Deckungsbeitrag, Lebenszyklusphase und Verbundwirkungen (Komplementärprodukte, Kundenfrequenz) berücksichtigt. Reine Umsatzbetrachtung greift zu kurz.

Frage 7 · Direct Marketing

Welche Daten braucht ein Mailing mindestens, damit die Antwortquote berechnet werden kann?

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Richtige Antwort: Anzahl Versendungen und Anzahl eingegangener Antworten

Antwortquote = Antworten im Verhältnis zu den versendeten Kontakten.

Frage 8 · Marketing Automation, CRM

Die Kundenbindung der Optikerkette Weitblick in Basel wird über ein Treueprogramm mit Punkten im CRM unterstützt. Was ist das Ziel solcher Programme?

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Richtige Antwort: Die Kundenbindung zu stärken und über die erfassten Daten Angebote und Kommunikation besser auf Kundinnen und Kunden abzustimmen

Treueprogramme erhöhen Wiederkaufrate und liefern Daten für relevante Ansprache.

Frage 9 · Projektplan

Ein Projektteam der Werbeagentur Moser legt fest, welche Aufgabe von wem bis wann erledigt wird, und hält es in einer Liste fest. Welche Funktion erfüllt die Liste?

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Richtige Antwort: Sie schafft Verbindlichkeit über Zuständigkeit und Termine

Zuständigkeit und Termine pro Aufgabe sind Kern der Umsetzungssteuerung.

Frage 10 · Verkaufsförderung

Ein Elektrofachgeschäft bietet beim Kauf einer Waschmaschine ein Gratis-Waschmittelpaket an. Zu welchem Instrument gehört dies?

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Richtige Antwort: Zur konsumentengerichteten Verkaufsförderung durch eine Zugabe.

Zugaben, Gutscheine, Muster und Wettbewerbe sind typische konsumentengerichtete Massnahmen.

Frage 11 · Datenschutz DSG

Die «Sonnenhof Reisen AG» führt ein Online-Gewinnspiel durch und erhebt dabei Namen, Adresse und E-Mail der Teilnehmenden. Was muss sie beachten?

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Richtige Antwort: Sie muss die Teilnehmenden bei der Beschaffung über Identität, Bearbeitungszweck und allfällige Empfänger der Daten informieren.

Art. 19 DSG verpflichtet Verantwortliche, bei der Beschaffung von Personendaten angemessen zu informieren, mindestens über Identität, Zweck und gegebenenfalls Empfänger. Eine Unterschrift oder behördliche Anmeldung ist dafür nicht nötig.

Frage 12 · Präsentation

Welche Struktur hat sich für die Gliederung einer Kurzpräsentation bewährt?

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Richtige Antwort: Einleitung mit Nutzen für das Publikum, Hauptteil mit wenigen Kernbotschaften und Schluss mit Zusammenfassung und Handlungsaufruf

Die klassische Dreiteilung Einleitung, Hauptteil, Schluss strukturiert Inhalte so, dass sie gemerkt werden.

Frage 13 · Marketingprozess, Marketingziele

Die Bäckerei Hofmatt AG formuliert das Ziel «Wir wollen im nächsten Jahr bekannter werden». Was fehlt diesem Ziel vor allem?

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Richtige Antwort: Ein messbares Ausmass und ein Termin, etwa gestützte Bekanntheit von 20 auf 30 % bis Dezember

Ein gutes Ziel nennt Inhalt, Ausmass, Zeitbezug und Zielgruppe. «Bekannter werden» ist nicht kontrollierbar.

Frage 14 · Marktpotenzial, Kennzahlen

Der Markt hat ein Marktvolumen von 80 Mio. Franken bei einem Marktpotenzial von 100 Mio. Franken. Wie hoch ist der Sättigungsgrad?

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Richtige Antwort: 80 %, weil das Marktvolumen durch das Marktpotenzial geteilt wird

Sättigungsgrad = Marktvolumen / Marktpotenzial. Der Rest von 20 % ist die Marktreserve.

Frage 15 · Vertriebskanäle, Handel

Ein Franchisegeber stellt einem selbständigen Unternehmer Marke, Konzept und Schulung zur Verfügung. Was ist ein typisches Merkmal dieses Vertriebssystems?

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Richtige Antwort: Der Franchisenehmer betreibt das Geschäft auf eigene Rechnung und zahlt dem Franchisegeber Gebühren

Franchising verbindet ein einheitliches Konzept mit selbständigen Unternehmern. Diese zahlen meist Eintrittsgebühr und laufende Gebühren, erhalten dafür Marke, Know-how und Unterstützung.

Frage 16 · Werbung, PR, Events, Sponsoring

Der Skiclub Davos sucht einen Hauptsponsor. Welche Aussage beschreibt Sponsoring korrekt?

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Richtige Antwort: Der Sponsor erhält gegen Geld eine vertraglich vereinbarte Gegenleistung

Sponsoring beruht auf Leistung und Gegenleistung; das unterscheidet es vom Mäzenatentum.

Frage 17 · Datenschutz (DSG)

Die Velohandel Gerber AG erhebt im Onlineshop Name, Adresse und Kaufverlauf ihrer Kundschaft. Was verlangt das revidierte DSG hierzu?

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Richtige Antwort: Sie muss die Betroffenen angemessen über Beschaffung, Zweck und Empfänger der Personendaten informieren

Art. 19 DSG verpflichtet Verantwortliche, bei der Beschaffung von Personendaten angemessen zu informieren, in der Praxis über die Datenschutzerklärung. Die Pflicht erfasst alle Personendaten.

Frage 18 · Budgetierung, ROI

Die Metzgerei Kälin will ihr Marketingbudget so festlegen, dass es sich am Ausgabenniveau der gleich grossen Konkurrenten im Tal orientiert. Wie heisst dieses Vorgehen?

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Richtige Antwort: Wettbewerbsparität

Bei der Wettbewerbsparität dienen die Ausgaben der Konkurrenz als Richtgrösse.

Frage 19 · Verkaufsförderung

Ein Sanitärgrosshändler schenkt Installateuren beim Kauf von zehn Armaturen eine Werkzeugtasche. Wie lässt sich dieses Instrument einordnen?

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Richtige Antwort: Handelsgerichtete Verkaufsförderung in Form einer Zugabe an Wiederverkäufer.

Handelsgerichtete Förderung motiviert Zwischenhändler und Verarbeiter.

Frage 20 · Marken- und Urheberrecht

Der Fruchtsafthersteller «Alpquell» will die Wortmarke «AlpQuel» für Mineralwasser eintragen lassen. Bereits eingetragen ist «Alpquell» für Getränke eines Mitbewerbers. Welches Hauptproblem besteht?

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Richtige Antwort: Verwechslungsgefahr, weil sich die Zeichen klanglich fast nicht unterscheiden und die Waren gleichartig sind.

Ein jüngeres Zeichen ist ausgeschlossen, wenn es einer älteren Marke ähnlich ist und für gleichartige Waren dient, sodass Verwechslungsgefahr besteht. Klangliche Ähnlichkeit genügt dafür oft.

Frage 21 · Projektmanagement

Ein Projekt für ein Kundenmagazin der Gärtnerei Blumenthal läuft, doch der Auftraggeber fordert plötzlich einen zusätzlichen Newsletter. Budget und Termin sind knapp. Wie reagiert die Projektleiterin professionell?

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Richtige Antwort: Sie bewertet die Folgen für Kosten und Termin, legt sie dem Auftraggeber offen und lässt über Anpassung entscheiden

Änderungen werden transparent bewertet und vom Auftraggeber entschieden.

Frage 22 · Marktstrategien, Positionierung

Ein Start-up bringt als erster Anbieter eine Lernapp für Handwerkslehrlinge auf den Markt. Welche Aussage zur Pionierstrategie trifft zu?

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Richtige Antwort: Der Pionier kann Standards setzen und die Marke früh besetzen, trägt aber hohe Kosten

Pioniere gewinnen Vorsprung und Bekanntheit, tragen jedoch das höchste Risiko; Folger sparen Lernkosten.

Frage 23 · Primär-/Sekundärforschung

Die Zürcher Bio-Bäckerei «Kornfeld AG» will wissen, wie Kundinnen ihr neues Sauerteigbrot im Vergleich zum Konkurrenzprodukt bewerten. Welche Erhebung ist Primärforschung?

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Richtige Antwort: Blindverkostung mit 60 Kundinnen im Laden samt anschliessendem Fragebogen

Primärforschung erhebt neue Daten für die konkrete Fragestellung, hier durch Verkostung und Fragebogen. Bereits vorhandenes Material, auch internes, gehört zur Sekundärforschung.

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