Elektroinstallateur/in EFZ · Ausbildung · Stand
Elektroinstallateur EFZ ist ein vierjähriger Lehrberuf, der mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abschliesst. Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure erstellen, warten und reparieren elektrische Installationen in Gebäuden, von der Steckdose bis zur Gebäudeautomation. Hier findest du Dauer, Lernorte, Anforderungen und den Bildungsplan im Überblick.
Was macht ein Elektroinstallateur EFZ?
Die Tätigkeiten lassen sich in drei Blöcke einteilen:
- Installationsarbeiten vorbereiten: technische Unterlagen erstellen, Material und Werkzeug bestellen und auf der Baustelle lagern, Baustrom sicherstellen, Positionen von Steckdosen, Schaltern und Verteilern nach Plan festlegen, Rohre einlegen, bevor Wände und Decken geschlossen werden.
- Anlagen installieren: Steckdosen, Schalter und Verteiler verdrahten, Geräte anschliessen und in Betrieb nehmen, Gebäudeautomation, Kommunikations- und Multimediaanlagen, Photovoltaik-Komponenten sowie Sicherheitsanlagen wie Brandmelder und Notbeleuchtung einbauen.
- Abschliessen und Unterhalt: Erstprüfung und Inbetriebnahme, Messungen, Fehlersuche, defekte Teile ersetzen, Anlagen übergeben und Arbeiten dokumentieren.
Dauer und Lernorte
Mit sehr guten Leistungen in der Schule kannst du parallel die Berufsmaturitätsschule besuchen. Die Berufsmaturität öffnet den Weg an eine Fachhochschule.
| Lernort | Umfang |
|---|---|
| Lehrbetrieb (Elektroinstallationsfirma) | 3 bis 4 Tage pro Woche |
| Berufsfachschule | 1 bis 2 Tage pro Woche |
| Überbetriebliche Kurse (üK) | 48 Tage in vier Jahren |
| Gesamtdauer | 4 Jahre, Abschluss mit EFZ |
Anforderungen
Formell brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Manche Betriebe verlangen einen Eignungstest. Berufsberatung.ch nennt folgende Anforderungen:
- Handgeschick und technisches Verständnis
- räumliches Vorstellungsvermögen und abstrakt-logisches Denken
- normales Farbsehen, da Leiterfarben unterschieden werden müssen
- systematisches Arbeiten und Teamfähigkeit
- Bereitschaft, oft an wechselnden Orten zu arbeiten
Bildungsplan: alte und neue Verordnung
Wer bis 2025 begonnen hat, lernt nach der Bildungsverordnung von 2015. Für Lernende, die ab Herbst 2026 starten, gilt die neue Verordnung vom 30. Juni 2025. Sie gliedert den Beruf in sechs Handlungskompetenzbereiche: Organisieren der Installationsarbeiten, Einbauen im Rohbau, Installieren von Elektroanlagen, Installieren von Gebäudetechnik, Erbringen von Dienstleistungen und Abschliessen der Elektroinstallation.
Bildungsplan, Lehrplan Berufsfachschule, Lehrplan üK und die Wegleitung zum Qualifikationsverfahren stellt EIT.swiss als Trägerin der Berufsbildung auf ihrer Website bereit.
Berufsschule und üK
In der Berufsfachschule lernst du Elektrotechnik, Elektronik, Installationstechnik, Schema- und Plankunde, Normen sowie Kommunikationstechnik. Die Semesterzeugnisnoten in den Berufskenntnissen zählen später in der Erfahrungsnote. In den überbetrieblichen Kursen übst du praktische Grundlagen, etwa Steuerungen und Gebäudeautomation. Die benoteten Kompetenznachweise der üK zählen ebenfalls in die Erfahrungsnote.
Rechenaufgaben wie Leistung oder Spannungsfall gehören von Anfang an dazu. Übe sie mit Ohmsches Gesetz und Spannungsfall.
Im Betrieb führst du eine persönliche Lerndokumentation. Dein Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet sie mindestens einmal pro Semester. Sie lohnt sich doppelt: In der praktischen Abschlussprüfung darfst du sie als Hilfsmittel verwenden. Die Erfahrungsnote besteht je zur Hälfte aus dem Mittel der acht Semesterzeugnisnoten in den Berufskenntnissen und aus dem Mittel der vier benoteten üK-Kompetenznachweise. Jede Note zählt also schon ab dem ersten Semester.
Elektroinstallateur oder Montage-Elektriker?
| Merkmal | Elektroinstallateur/in EFZ | Montage-Elektriker/in EFZ |
|---|---|---|
| Dauer | 4 Jahre | 3 Jahre |
| Schwerpunkt | Aufträge planen, selbstständig arbeiten, Teams auf der Baustelle führen | Praktische Installationsarbeit auf der Baustelle |
| Mindestlohn nach GAV 2027 direkt nach EFZ | CHF 4'600 | CHF 4'400 |
Arbeitsumfeld
Gearbeitet wird meist auf Baustellen in kleinen Teams. Bei Kundschaft zu Hause arbeitest du oft allein. Die Arbeitszeiten sind in der Regel regelmässig, je nach Betrieb kommen Pikett-, Nacht- oder Wochenendeinsätze vor. Arbeitgeber sind Elektroinstallationsfirmen, Industriebetriebe, Energieversorger und der Elektrogrosshandel.
Abschluss und danach
Die Lehre endet mit dem Qualifikationsverfahren aus praktischer Arbeit, Berufskenntnissen, Allgemeinbildung und Erfahrungsnote. Alles dazu steht im Hauptratgeber zum Qualifikationsverfahren. Wie du dich auf eine Lehrstelle vorbereitest, zeigt Eignungstest und Schnupperlehre. Was du nach dem EFZ verdienst, findest du unter Lohn als Elektroinstallateur/in EFZ.
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert die Lehre als Elektroinstallateur EFZ?
Vier Jahre. Sie schliesst mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis ab.
Wie viele Schultage hat die Lehre?
Laut berufsberatung.ch 1 bis 2 Tage pro Woche Berufsfachschule, dazu 48 Tage überbetriebliche Kurse in vier Jahren.
Was bedeutet EFZ?
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis. Es ist der Abschluss einer drei- oder vierjährigen beruflichen Grundbildung.
Kann ich die Berufsmaturität machen?
Ja, bei sehr guten schulischen Leistungen parallel zur Lehre oder danach.
Welche Verordnung gilt für mich?
Das hängt vom Lehrbeginn ab: Start bis 2025 nach der Verordnung von 2015, Start ab Herbst 2026 nach der Verordnung von 2025.
Quellen und weiterführende Links
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