LAP praktisch Elektro­installateur: sieben Positionen und das Ausmass

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Elektroinstallateur/in EFZ · LAP praktisch · Stand

Die LAP praktisch beim Elektroinstallateur EFZ dauert 20 Stunden und ist nach der Wegleitung von EIT.swiss in sieben Positionen gegliedert. Eine davon ist die technische Dokumentation, in der mindestens das Ausmass geprüft wird. Hier siehst du alle Positionen mit Zeiten und Beispielaufgaben.

Die sieben Positionen

Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sind keine eigene Position. Die Experten beobachten sie in allen sieben Positionen.

Praktische Arbeit nach Wegleitung (Verordnung 2015)
PositionInhaltZeit
1Betriebliche Aufgaben: technische Abklärung und Kundenberatung (1 Std.), Bearbeitungstechnik (30 Min.)1 Std. 30 Min.
2Technische Dokumentation: Materialliste, Arbeitsrapport und Ausmass1 Std.
3Stark- und Schwachstromanlage erstellen8 Std.
4Schaltgerätekombination erstellen4 Std.
5Steuerungstechnik und Gebäudeautomation2 Std. 30 Min.
6Störungssuche und Messungen1 Std.
7Kommunikationstechnik2 Std.
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Fragen mit Lösungen

Position 1: Kundenberatung und Bearbeitung

Du klärst technische Fragen zu einem Produkt ab, zum Beispiel einem Präsenzmelder, einem Netzfreischalter, einem KNX-Aktor oder einer Türsprechanlage. Für das Kundengespräch empfiehlt die Wegleitung ein Rollenspiel, etwa wenn die Bauherrschaft in der neuen Küche eine zusätzliche Anschlussmöglichkeit wünscht. In der Bearbeitungstechnik fertigst du zum Beispiel einen Montagebügel, Bohrungen an einer Schaltgerätekombination oder einen Ausschnitt für eine Einbauleuchte.

Position 2: Ausmass, Rapport, Materialliste

Mit vorbereiteten Installationsmodellen löst du Aufgaben zur Dokumentation. Die Wegleitung hält fest: Es muss mindestens das Ausmass geprüft werden. Die Prüfungsleitung kann weitere Themen bestimmen.

  • Ausmass: Eine vorgegebene Installation ausmessen. Du erfasst die ausgeführten Mengen, zum Beispiel Rohr- und Leitungslängen in Metern und Stückzahlen von Dosen, Schaltern und Steckdosen.
  • Arbeits- oder Regierapport: Einen Rapport über eine vorgegebene Installation erstellen, mit Arbeitszeit, Material und ausgeführten Arbeiten.
  • Materialliste: Aufgrund einer Planvorgabe das benötigte Material zusammenstellen.

Das Ausmass ist die Grundlage für die Abrechnung. Viele Betriebe rechnen nach den Positionen des Normpositionen-Katalogs (NPK) ab. Welche Mess- und Rundungsregeln in der Prüfung gelten, steht in der Aufgabe. Lies sie genau.

Positionen 3 und 4: Installation und Verteiler

Position 3 ist mit 8 Stunden die grösste. Schwerpunkt sind Licht-, Wärme- und Kraftinstallationen. Dazu kommt eine Schwachstromanlage, etwa eine Gegensprechanlage, eine Signalisations- oder eine Sicherheitsanlage. Photovoltaik wird laut Wegleitung im Bereich Berufskenntnisse geprüft. In Position 4 verdrahtest du eine vorbereitete Schaltgerätekombination mit Zähler und Empfänger und machst sie betriebsbereit.

Positionen 5 bis 7: Steuerung, Messen, Kommunikation

  • Position 5: eine mechanische Schützensteuerung realisieren, zum Beispiel eine Niveausteuerung, eine Kleinsteuerung verdrahten, programmieren und in Betrieb nehmen oder ein einfaches System der Gebäudeautomation konfigurieren. Die Aufgaben stützen sich auf die üK.
  • Position 6: Erstprüfung nach NIV mit dokumentierten Messwerten, Störungssuche an einer vorgegebenen Anlage und allgemeine Messungen.
  • Position 7: eine Telematikanlage (All-IP) oder eine koaxiale Installation für Telefonie, TV, Radio und Internet erstellen, messtechnisch prüfen, Messwerte protokollieren und erklären.

Was die Experten beobachten

Diese Punkte fliessen in alle Positionen ein. Die Sicherheitsregeln vor Arbeiten an Anlagen erklärt Schutzmassnahmen, LS und RCD.

  • Persönliche Schutzausrüstung und richtiges Heben von Lasten.
  • Sicherheitseinrichtungen an Werkzeugen und Geräten.
  • Fachgerechtes Entsorgen von Material.
  • Ordnung am Arbeitsplatz.

Lerndokumentation als Hilfsmittel

Deine persönliche Lerndokumentation darfst du in der praktischen Arbeit verwenden. Bedingungen laut Wegleitung: Sie liegt in Papierform in einem neutralen Ordner vor, der Bildungsordner als Ganzes ist nicht zugelassen. Der Berufsbildner hat sie mindestens einmal pro Semester kontrolliert und unterzeichnet. Nicht unterzeichnete Dokumentationen werden nicht zugelassen. Bewertet wird die Lerndokumentation nicht, die Experten dürfen aber Einsicht nehmen. Weitere Hilfsmittel, Werkzeuge und Materialien bestimmen die regionalen Prüfungsverantwortlichen.

Bewertung und neue Verordnung

Jede Position wird mit Punkten bewertet und mit der SBFI-Formel in eine Note umgerechnet. Wie das geht, zeigt QV-Noten berechnen. Nach der Verordnung von 2025 bleibt die praktische Arbeit 20 Stunden lang, ist aber nach Handlungskompetenzbereichen gegliedert und enthält ein Fachgespräch. Den Vergleich findest du in VPA und Berufskenntnisse und im Hauptratgeber zum Qualifikationsverfahren.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert die LAP praktisch?

20 Stunden, verteilt auf sieben Positionen von 1 bis 8 Stunden.

Was ist ein Ausmass?

Die Aufnahme der ausgeführten Mengen einer Installation, zum Beispiel Meter Rohr und Leitung sowie Stückzahlen von Apparaten. Es dient als Grundlage der Abrechnung.

Wird das Ausmass sicher geprüft?

Ja, laut Wegleitung muss in Position 2 mindestens das Ausmass geprüft werden.

Darf ich meine Lerndokumentation mitnehmen?

Ja, in Papierform in einem neutralen Ordner und nur, wenn sie vom Berufsbildner unterzeichnet ist.

Wird Photovoltaik praktisch geprüft?

Die Wegleitung empfiehlt, das Leistungsziel zur Photovoltaik im Bereich Berufskenntnisse zu prüfen.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitWeiterbildung nach Elektroinstallateur EFZ: Teamleiter, BP, HFP, HF

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