Elektroinstallateur/in EFZ · Weiterbildung · Stand
Nach dem Elektroinstallateur EFZ führt die Weiterbildung über klar gestufte Abschlüsse: Elektro-Teamleiter/in mit EIT.swiss-Zertifikat, Berufsprüfung als Elektroprojektleiter/in und höhere Fachprüfung als Elektroinstallations- und Sicherheitsexpertin oder -experte. Daneben stehen höhere Fachschule und Fachhochschule offen. Hier siehst du die Wege mit Zulassung und Nutzen.
Überblick
| Stufe | Abschluss | Hinweis |
|---|---|---|
| Zusatzlehre | Elektroplaner/in EFZ | meist verkürzte Lehre |
| Branchenzertifikat | Elektro-Teamleiter/in mit EIT.swiss-Zertifikat | berufsbegleitend, rund zwei Semester |
| Branchenzertifikat | Betriebselektriker/in | Prüfung beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) |
| Berufsprüfung (BP) | Elektroprojektleiter/in Installation und Sicherheit | kontrollberechtigt im Sinne der NIV |
| Berufsprüfung (BP) | Elektroprojektleiter/in Planung; Projektleiter/in Gebäudeautomation | nach zwei Jahren Berufserfahrung |
| Höhere Fachprüfung (HFP) | Elektroinstallations- und Sicherheitsexpert/in; Elektroplanungsexpert/in | eidgenössisches Diplom |
| Höhere Fachschule (HF) | Elektrotechniker/in HF | Zulassung je nach Schule |
| Fachhochschule (FH) | Bachelor of Science in Elektrotechnik oder Gebäudetechnik-Energie | in der Regel mit Berufsmaturität |
Elektro-Teamleiter/in
Teamleiterinnen und Teamleiter führen Installationsprojekte und Teams. Sie zeichnen Installationspläne und Schemas, erstellen Ausmasse und Regierapporte und nehmen an Bausitzungen teil. Die Weiterbildung ist berufsbegleitend und dauert rund zwei Semester. Sie richtet sich an Elektroinstallateur/innen, Elektroplaner/innen, Telematiker/innen und Montage-Elektriker/innen EFZ. Montage-Elektriker/innen brauchen drei Jahre Berufspraxis unter fachkundiger Leitung.
Wer die Zertifikatsprüfung bestanden und in zwei bestimmten Fächern mindestens die Note 4 erreicht hat, muss laut EIT.swiss an der Schulprüfung zur Berufsprüfung Installation und Sicherheit zwei Lernfelder im Modul 1 nicht ablegen. Der GAV kennt für Teamleiter/innen mit Prüfungszertifikat einen eigenen Mindestlohn, 2027 CHF 5'700 pro Monat.
Berufsprüfungen von EIT.swiss
Nach der Prüfungsordnung von EIT.swiss gibt es drei Berufsprüfungen mit eidgenössischem Fachausweis:
- Elektroprojektleiter/in Installation und Sicherheit (BPEL): arbeitet in Installationsbetrieben, Planungsbüros, Kontrollunternehmen, bei Energieversorgern oder in der Industrie und ist im Sinne der NIV kontrollberechtigt. Zulassung nach zwei Jahren einschlägiger Berufserfahrung unter fachkundiger Leitung.
- Elektroprojektleiter/in Planung (BPPL): arbeitet meist in Elektroplanungsbüros. Zulassung nach zwei Jahren einschlägiger Berufserfahrung.
- Projektleiter/in Gebäudeautomation (BPGA): arbeitet bei Systemintegratoren, Planungsbüros, im Facility Management oder in der Industrie. Zulassung nach zwei Jahren einschlägiger Berufserfahrung.
Seit 1. Juni 2025 finden alle Prüfungen der höheren Berufsbildung von EIT.swiss nach der NIN 2025 statt. Geprüft wird am zentralen Prüfungsort in Zürich-Altstetten.
Höhere Fachprüfungen
Wer zwischen Berufsprüfung und höherer Fachprüfung abwägt, findet die Unterschiede in Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung.
- Dipl. Elektroinstallations- und Sicherheitsexpert/in (HFPEL): arbeitet im eigenen Unternehmen, in Installations- oder Kontrollunternehmen, Planungsbüros, bei Energieversorgern oder in der Industrie. Er oder sie ist im Installationsbereich fachkundig im Sinne der NIV und kann damit einen Installationsbetrieb fachlich leiten.
- Dipl. Elektroplanungsexpert/in (HFPPL): arbeitet in Planungsbüros, in der Planungsabteilung eines Installationsbetriebs oder als selbstständige Planungsunternehmerin.
Praxisprüfung zur Fachkundigkeit
Wer eine höhere Ausbildung wie HF oder FH in Energie- oder Elektrotechnik mitbringt, kann die Fachkundigkeit nach NIV auch über die Praxisprüfung (PXP) erlangen. Voraussetzung sind unter anderem drei Jahre Praxis im Installieren unter Aufsicht einer fachkundigen Person. Geprüft wird, ob jemand elektrische Anlagen selbstständig projektieren, erstellen, ändern, instand stellen und kontrollieren kann.
Kosten und Bundesbeiträge
Für vorbereitende Kurse auf eine Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung zahlt der Bund Beiträge an die Kursgebühren, wenn du die Prüfung ablegst. Wie das funktioniert, erklärt Bundesbeiträge für Vorbereitungskurse. Die Prüfungsgebühren veröffentlicht EIT.swiss auf den Seiten der jeweiligen Prüfung.
Den richtigen Weg wählen
Grundlage für alle Wege ist ein gutes EFZ. Wie du es erreichst, steht im Hauptratgeber zum Qualifikationsverfahren. Was du nach der Lehre verdienst, zeigt Lohn als Elektroinstallateur/in EFZ. Den Aufbau der Lehre erklärt Lehre Elektroinstallateur/in EFZ.
- Du willst auf der Baustelle Verantwortung übernehmen: Teamleiter/in, danach Berufsprüfung Installation und Sicherheit.
- Du planst lieber am Bildschirm: Zusatzlehre Elektroplaner/in oder Berufsprüfung Planung.
- Dich reizt die Gebäudeautomation: Berufsprüfung Projektleiter/in Gebäudeautomation.
- Du willst studieren: Berufsmaturität, danach Fachhochschule, oder die höhere Fachschule.
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Häufige Fragen
Welche Weiterbildung folgt nach dem EFZ?
Häufig Elektro-Teamleiter/in, danach die Berufsprüfung Elektroprojektleiter/in Installation und Sicherheit und später die höhere Fachprüfung.
Wann kann ich die Berufsprüfung machen?
Nach zwei Jahren einschlägiger Berufserfahrung, für Installation und Sicherheit unter fachkundiger Leitung.
Was bedeutet kontrollberechtigt?
Elektroprojektleiter/innen Installation und Sicherheit dürfen im Sinne der NIV Kontrollen an Installationen durchführen.
Wer darf einen Installationsbetrieb fachlich leiten?
Eine fachkundige Person nach NIV, zum Beispiel mit dem Diplom als Elektroinstallations- und Sicherheitsexpert/in oder über die Praxisprüfung.
Gibt es Bundesbeiträge?
Ja, für vorbereitende Kurse auf eidgenössische Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen, wenn du die Prüfung ablegst.
Quellen und weiterführende Links
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