HR-Fachleute (HR): 26 kostenlose Übungsfragen

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Die Auswahl stammt aus unseren Ratgebern und aus dem Gratis-Test. Fragen, Antworten und Erklärungen sind auf Deutsch.

Frage 1 · HR-Fachleute · Prüfungsfragen

Welches Ziel verfolgt die 2. Säule (berufliche Vorsorge, BVG) zusammen mit der 1. Säule?

Eine Antwort ist richtig.

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Richtige Antwort: Den gewohnten Lebensstandard im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall in angemessener Weise fortzusetzen

Die berufliche Vorsorge soll zusammen mit der 1. Säule den gewohnten Lebensstandard angemessen fortsetzen. Die 1. Säule allein sichert die Existenz.

Hintergrund und Quellen: HR-Fachleute Prüfungsfragen: Beispiele und alte Prüfungen · Stand: 08.11.2026

Frage 2 · HR-Fachleute · Prüfung

Welche ordentliche Kündigungsfrist gilt gemäss Art. 335c OR ab dem zweiten bis zum neunten Dienstjahr, wenn Vertrag oder GAV nichts anderes regeln?

Eine Antwort ist richtig.

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Richtige Antwort: Zwei Monate

Art. 335c OR staffelt: ein Monat im ersten, zwei Monate vom zweiten bis neunten, drei Monate ab dem zehnten Dienstjahr, auf Monatsende.

Hintergrund und Quellen: HR-Fachleute mit eidg. Fachausweis: Prüfung, Zulassung, Kosten · Stand: 08.11.2026

Frage 3 · HR-Fachleute · Prüfungsfragen

Ein Mitarbeiter der Rosengarten Spital AG schliesst eine Krankentaggeldversicherung (KTG) über seinen Arbeitgeber ab. Wie ist diese Versicherung rechtlich typischerweise einzuordnen?

Eine Antwort ist richtig.

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Richtige Antwort: Als private Versicherung nach VVG, die der Arbeitgeber freiwillig abschliesst, sofern kein Gesamtarbeitsvertrag sie vorschreibt

Die Krankentaggeldversicherung ist in der Regel eine freiwillige Versicherung nach VVG. Nur ein Gesamtarbeitsvertrag kann sie verbindlich vorschreiben.

Hintergrund und Quellen: HR-Fachleute Prüfungsfragen: Beispiele und alte Prüfungen · Stand: 08.11.2026

Frage 4 · HR-Fachleute · Prüfung

Wie lange dauert der zeitliche Kündigungsschutz (Sperrfrist) nach Art. 336c OR bei unverschuldeter Krankheit im ersten Dienstjahr?

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Richtige Antwort: 30 Tage

30 Tage im ersten, 90 Tage vom zweiten bis fünften und 180 Tage ab dem sechsten Dienstjahr.

Hintergrund und Quellen: HR-Fachleute mit eidg. Fachausweis: Prüfung, Zulassung, Kosten · Stand: 08.11.2026

Frage 5 · HR-Fachleute · Prüfungsfragen

Was versteht man unter den Opportunitätskosten einer unbesetzten Stelle?

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Richtige Antwort: Die Wertschöpfung, die während der Vakanz entgeht, weil die Aufgaben der Stelle nicht erledigt werden.

Opportunitätskosten sind entgangener Nutzen, keine zusätzliche Ausgabe. Sie werden oft unterschätzt, weil sie nicht als Rechnung erscheinen.

Hintergrund und Quellen: HR-Fachleute Prüfungsfragen: Beispiele und alte Prüfungen · Stand: 08.11.2026

Frage 6 · HR-Fachleute · Prüfung

Welche Kündigungsfrist gilt während der Probezeit, wenn der Arbeitsvertrag nichts anderes vorsieht?

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Richtige Antwort: Sieben Tage

Nach Art. 335b OR gilt eine Frist von sieben Tagen. Die Probezeit dauert ohne Abrede einen Monat.

Hintergrund und Quellen: HR-Fachleute mit eidg. Fachausweis: Prüfung, Zulassung, Kosten · Stand: 08.11.2026

Frage 7 · Bewerbungsunterlagen beurteilen, (Vor-)Selektion

Welche Massnahme unterstützt eine möglichst objektive Vorselektion von Bewerbungsunterlagen?

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Richtige Antwort: Der Einsatz eines strukturierten Bewertungsrasters anhand des Anforderungsprofils

Ein strukturiertes Bewertungsraster, das die Kriterien des Anforderungsprofils abbildet, macht die Vorselektion nachvollziehbarer und reduziert den Einfluss subjektiver Eindrücke. Eine saubere Dokumentation erleichtert zudem spätere Rückfragen oder Rückmeldungen.

Frage 8 · Umstrukturierungen, Betriebsübergang, Massenentlassungen

Welches Recht steht einem Arbeitnehmer nach Art. 333 Abs. 2 OR beim Betriebsübergang zu?

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Richtige Antwort: Das Recht, dem Übergang des Arbeitsverhältnisses zu widersprechen

Art. 333 Abs. 2 OR gibt dem Arbeitnehmer das Recht, dem Übergang des Arbeitsverhältnisses zu widersprechen.

Frage 9 · UVG (Berufs-/Nichtberufsunfall, Prämien)

Wie werden UVG-Prämien grundsätzlich bemessen?

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Richtige Antwort: In Promille des versicherten Verdienstes, wobei die BU-Prämie zusätzlich von Betriebsart und Unfallrisiko abhängt

Die Versicherer legen die Prämien in Promille des versicherten Verdienstes fest; bei der Berufsunfallprämie spielt zusätzlich die Risikoklasse der Branche eine Rolle.

Frage 10 · Schweizer Bildungssystem (Berufsbildung, höhere Berufsbildung, Hochschulen)

Was kennzeichnet einen Abschluss einer Höheren Fachschule (HF)?

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Richtige Antwort: Er wird nach einem mehrjährigen, praxisorientierten Vollzeit- oder berufsbegleitenden Bildungsgang mit dem Titel «dipl. ... HF» erworben.

Höhere Fachschulen bieten mehrjährige, praxisorientierte Bildungsgänge an, die mit dem Titel «dipl. ... HF» abschliessen.

Frage 11 · HR-Kennzahlen (Fluktuation, Time-to-hire, Krankheitsquote etc.) und ihre Aussagekraft

Welchen Nutzen hat die Messung der Time-to-hire für den Betrieb?

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Richtige Antwort: Sie zeigt die Effizienz des Rekrutierungsprozesses und hilft, Engpässe im Auswahlverfahren zu erkennen.

Eine gemessene Time-to-hire erlaubt es, Engpässe im eigenen Rekrutierungsprozess zu erkennen, etwa lange Reaktionszeiten bei der Vorselektion, und den Prozess gezielt zu beschleunigen.

Frage 12 · Konfliktentstehung und -eskalation, Deeskalationsmethoden, Mediationsgrundlagen

In welcher Phase des Glasl-Eskalationsmodells beginnt sich ein Konflikt typischerweise 'verhärtet' zu zeigen?

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Richtige Antwort: In der Anfangsphase, wenn erste gegensätzliche Standpunkte auftreten und sich verfestigen

Nach Friedrich Glasl beginnt Eskalation mit 'Verhärtung': Standpunkte verfestigen sich, Beteiligte glauben noch an eine Lösung im Gespräch, aber erste Spannungen sind spürbar - die früheste der neun Eskalationsstufen.

Frage 13 · Internes und externes Netzwerk aufbauen und pflegen

Warum lohnt sich für eine HR-Fachperson die aktive Pflege eines Kontakts zum regionalen Arbeitsamt/AWA bzw. RAV?

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Richtige Antwort: Weil der Kontakt bei Themen wie Kurzarbeit, Massenentlassungen oder der Rekrutierung über das RAV wertvolles Fachwissen und schnellere Abläufe ermöglicht

Ein gepflegter Kontakt zum kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit erleichtert den Austausch bei arbeitsmarktlichen Verfahren wie Kurzarbeit oder Massenentlassungen und kann Prozesse beschleunigen.

Frage 14 · Anstellungsentscheid und Vertragsverhandlung

Eine Arbeitgeberin stellt dieselbe Mitarbeiterin seit drei Jahren über jeweils dreimonatige, nahtlos aneinandergereihte befristete Verträge an, ohne sachlichen Grund für die Befristung. Wie ist dieses Vorgehen rechtlich zu beurteilen?

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Richtige Antwort: Es liegt ein missbräuchlicher Kettenvertrag vor, der dazu dient, den Kündigungsschutz des unbefristeten Vertrags zu umgehen, und kann als faktisch unbefristetes Arbeitsverhältnis gewertet werden.

Werden befristete Verträge ohne sachlichen Grund aneinandergereiht, um den gesetzlichen Kündigungsschutz des unbefristeten Vertrags zu umgehen, spricht man von einem missbräuchlichen Kettenvertrag; die Gerichte können das Verhältnis dann als unbefristet behandeln.

Frage 15 · HR-Reporting

Im Kennzahlenbericht der Grünwald Consulting AG sinkt die Fluktuationsrate stark, während gleichzeitig die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit sinkt. Welche Interpretation ist hier am ehesten mit Vorsicht zu geniessen?

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Richtige Antwort: Dass die sinkende Fluktuationsrate allein schon ein eindeutiges Zeichen für hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist, ohne weitere Kennzahlen zu prüfen

Einzelne Kennzahlen dürfen nicht isoliert interpretiert werden: Eine sinkende Fluktuationsrate bei gleichzeitig sinkender durchschnittlicher Betriebszugehörigkeit kann etwa auf viele neue, noch nicht wieder austretende Mitarbeitende hindeuten und muss im Zusammenhang mit weiteren Kennzahlen geprüft werden, bevor sie als positives Signal gilt.

Frage 16 · Personalentwicklungspolitik, Laufbahnmodelle, Schulungsplanung und Erfolgskontrolle

Welches Vorgehen entspricht einer sachgerechten Schulungsplanung?

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Richtige Antwort: Den Weiterbildungsbedarf aus der Zielvereinbarung und einer erkannten Kompetenzlücke ableiten und erst danach eine passende Massnahme auswählen.

Eine wirksame Schulungsplanung beginnt mit der Bedarfsanalyse: Aus den vereinbarten Zielen und einer erkannten Lücke zwischen Soll- und Ist-Kompetenz wird abgeleitet, welche Massnahme sinnvoll ist, bevor ein Angebot gewählt wird.

Frage 17 · HR-Systeme/-Tools reflektieren und Anforderungen formulieren

Wie wird das Dokument genannt, in dem der Auftraggeber eines neuen HR-Informationssystems seine Anforderungen aus Sicht der Fachbereiche beschreibt?

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Richtige Antwort: Lastenheft

Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was das System leisten soll. Das Pflichtenheft ist die Antwort des Anbieters, wie er die Anforderungen umsetzt. Projektauftrag und Statusbericht sind andere Projektdokumente.

Frage 18 · End-to-end Fälle, die mehrere Vertiefung-A-Handlungsfelder verbinden (wie die reale Integrierte Fallstudie)

Ein Mitarbeitender wird gekündigt, nachdem zwei aufeinanderfolgende Beurteilungsrunden eine ungenügende Zielerreichung ergeben hatten, ohne dass je ein dokumentiertes Standortgespräch mit klaren Verbesserungszielen stattfand. Wie ist dieses Vorgehen aus Sicht der integrierten Fallbearbeitung zu beurteilen?

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Richtige Antwort: Das Vorgehen ist angreifbar, weil ohne dokumentiertes Standortgespräch und klare Verbesserungsziele die Verhältnismässigkeit nicht nachvollziehbar ist

Eine Kündigung nach wiederholt ungenügender Beurteilung ist nur dann gut begründbar, wenn der Prozess dokumentiert und mit klaren, kommunizierten Verbesserungszielen geführt wurde. Fehlt dies, ist die Massnahme angreifbar, selbst wenn die Leistung tatsächlich ungenügend war.

Frage 19 · Bewerbungsunterlagen beurteilen, (Vor-)Selektion

Welche Unterlagen gehören in der Schweiz üblicherweise zu einem vollständigen Bewerbungsdossier?

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Richtige Antwort: Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie Arbeitszeugnisse und Diplome

Ein übliches Bewerbungsdossier umfasst Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie Nachweise wie Arbeitszeugnisse und Diplome. Unterlagen ohne sachlichen Bezug zur Stelle, etwa Steuerdaten oder Angaben zur Familienplanung, dürfen nicht standardmässig verlangt werden.

Frage 20 · Einzelarbeitsvertrag, Kündigungsfristen und -schutz (OR)

Wie entsteht ein Einzelarbeitsvertrag nach Art. 319 ff. OR in der Regel?

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Richtige Antwort: Formfrei, auch durch mündliche Abrede oder tatsächliches Verhalten (konkludent)

Art. 320 Abs. 2 OR hält fest, dass der Einzelarbeitsvertrag als abgeschlossen gilt, sobald der Arbeitgeber Arbeit in seinem Dienst entgegennimmt, die nach den Umständen nur gegen Lohn zu leisten ist - auch ohne Schriftform. Schriftform ist nur für einzelne Vertragsarten vorgeschrieben.

Frage 21 · Unterstellung von Grenzgängern/Auslandmitarbeitenden

Welche Bescheinigung muss der Arbeitgeber für eine Entsendung ins EU/EFTA-Ausland beantragen?

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Richtige Antwort: Die A1-Bescheinigung bei der zuständigen Ausgleichskasse

Für eine Entsendung ins EU/EFTA-Ausland beantragt der Arbeitgeber die A1-Bescheinigung bei der zuständigen Ausgleichskasse, um die Weiterversicherung in der Schweiz zu sichern.

Frage 22 · Arbeitsmarktstatistiken interpretieren

Welche Rolle spielt das KOF-Konjunkturbarometer im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt?

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Richtige Antwort: Es gilt als Frühindikator, der Hinweise auf die künftige konjunkturelle und damit auch arbeitsmarktliche Entwicklung liefert.

Das KOF-Konjunkturbarometer gilt als Frühindikator für die konjunkturelle und damit indirekt auch für die arbeitsmarktliche Entwicklung.

Frage 23 · Kosten-/Nutzen-Überlegungen im HR

Was beschreibt eine Make-or-buy-Entscheidung bei der Personalbeschaffung?

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Richtige Antwort: Die Abwägung, ob eine offene Stelle intern durch Entwicklung bzw. Beförderung oder extern durch Rekrutierung besetzt wird.

Im HR-Kontext bezeichnet Make-or-buy die Abwägung, ob eine Vakanz durch interne Entwicklung und Beförderung (make) oder durch externe Rekrutierung (buy) besetzt wird. Beide Varianten haben unterschiedliche Kosten- und Nutzenprofile.

Frage 24 · Präsentationstechnik

Was gilt als wichtiges Element einer zielgruppengerechten Präsentation für Linienvorgesetzte?

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Richtige Antwort: Inhalte auf den praktischen Nutzen für die Führungsarbeit im Alltag zuschneiden

Zielgruppengerechte Kommunikation übersetzt HR-Fachwissen in den Alltag der Führungsperson: konkrete Handlungsschritte statt abstrakter Theorie, angepasst an deren Vorwissen und Bedürfnisse.

Frage 25 · Vertraulichkeit und Datenschutz im Informationsfluss

Welche Aussage zur Aufbewahrung von Personaldossiers nach Vertragsende ist am ehesten korrekt?

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Richtige Antwort: Personaldossiers werden nur so lange aufbewahrt, wie ein rechtlich begründeter Zweck (z. B. Verjährungsfristen, gesetzliche Aufbewahrungspflichten) dies erfordert, danach sind sie zu vernichten

Der Grundsatz der Zweckbindung und Verhältnismässigkeit verlangt, Personaldaten nicht länger als nötig aufzubewahren; die Dauer richtet sich nach sachlich begründeten, meist rechtlichen Aufbewahrungs- und Verjährungsfristen.

Frage 26 · Probezeit

Eine Mitarbeiterin erkrankt während der laufenden einmonatigen Probezeit für zehn Tage. Die Arbeitgeberin spricht danach noch während der Probezeit die Kündigung aus. Wie ist dies zu beurteilen?

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Richtige Antwort: Die Kündigung ist grundsätzlich zulässig, weil der Sperrfristenschutz nach Art. 336c OR erst nach Ablauf der Probezeit gilt.

Der Sperrfristenschutz von Art. 336c OR, der eine Kündigung bei Krankheit zeitlich einschränkt, gilt erst nach Ablauf der Probezeit. Während der Probezeit bleibt eine Kündigung mit der verkürzten Frist von sieben Tagen grundsätzlich auch bei Krankheit möglich.

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