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Frage 1 · HR-Fachleute · Prüfungsfragen
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Richtige Antwort: Den gewohnten Lebensstandard im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall in angemessener Weise fortzusetzen
Die berufliche Vorsorge soll zusammen mit der 1. Säule den gewohnten Lebensstandard angemessen fortsetzen. Die 1. Säule allein sichert die Existenz.
Richtige Antwort: Als private Versicherung nach VVG, die der Arbeitgeber freiwillig abschliesst, sofern kein Gesamtarbeitsvertrag sie vorschreibt
Die Krankentaggeldversicherung ist in der Regel eine freiwillige Versicherung nach VVG. Nur ein Gesamtarbeitsvertrag kann sie verbindlich vorschreiben.
Richtige Antwort: Der Einsatz eines strukturierten Bewertungsrasters anhand des Anforderungsprofils
Ein strukturiertes Bewertungsraster, das die Kriterien des Anforderungsprofils abbildet, macht die Vorselektion nachvollziehbarer und reduziert den Einfluss subjektiver Eindrücke. Eine saubere Dokumentation erleichtert zudem spätere Rückfragen oder Rückmeldungen.
Richtige Antwort: In Promille des versicherten Verdienstes, wobei die BU-Prämie zusätzlich von Betriebsart und Unfallrisiko abhängt
Die Versicherer legen die Prämien in Promille des versicherten Verdienstes fest; bei der Berufsunfallprämie spielt zusätzlich die Risikoklasse der Branche eine Rolle.
Frage 10 · Schweizer Bildungssystem (Berufsbildung, höhere Berufsbildung, Hochschulen)
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Richtige Antwort: Er wird nach einem mehrjährigen, praxisorientierten Vollzeit- oder berufsbegleitenden Bildungsgang mit dem Titel «dipl. ... HF» erworben.
Höhere Fachschulen bieten mehrjährige, praxisorientierte Bildungsgänge an, die mit dem Titel «dipl. ... HF» abschliessen.
Frage 11 · HR-Kennzahlen (Fluktuation, Time-to-hire, Krankheitsquote etc.) und ihre Aussagekraft
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Richtige Antwort: Sie zeigt die Effizienz des Rekrutierungsprozesses und hilft, Engpässe im Auswahlverfahren zu erkennen.
Eine gemessene Time-to-hire erlaubt es, Engpässe im eigenen Rekrutierungsprozess zu erkennen, etwa lange Reaktionszeiten bei der Vorselektion, und den Prozess gezielt zu beschleunigen.
Frage 12 · Konfliktentstehung und -eskalation, Deeskalationsmethoden, Mediationsgrundlagen
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Richtige Antwort: In der Anfangsphase, wenn erste gegensätzliche Standpunkte auftreten und sich verfestigen
Nach Friedrich Glasl beginnt Eskalation mit 'Verhärtung': Standpunkte verfestigen sich, Beteiligte glauben noch an eine Lösung im Gespräch, aber erste Spannungen sind spürbar - die früheste der neun Eskalationsstufen.
Frage 13 · Internes und externes Netzwerk aufbauen und pflegen
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Richtige Antwort: Weil der Kontakt bei Themen wie Kurzarbeit, Massenentlassungen oder der Rekrutierung über das RAV wertvolles Fachwissen und schnellere Abläufe ermöglicht
Ein gepflegter Kontakt zum kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit erleichtert den Austausch bei arbeitsmarktlichen Verfahren wie Kurzarbeit oder Massenentlassungen und kann Prozesse beschleunigen.
Frage 14 · Anstellungsentscheid und Vertragsverhandlung
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Richtige Antwort: Es liegt ein missbräuchlicher Kettenvertrag vor, der dazu dient, den Kündigungsschutz des unbefristeten Vertrags zu umgehen, und kann als faktisch unbefristetes Arbeitsverhältnis gewertet werden.
Werden befristete Verträge ohne sachlichen Grund aneinandergereiht, um den gesetzlichen Kündigungsschutz des unbefristeten Vertrags zu umgehen, spricht man von einem missbräuchlichen Kettenvertrag; die Gerichte können das Verhältnis dann als unbefristet behandeln.
Frage 15 · HR-Reporting
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Richtige Antwort: Dass die sinkende Fluktuationsrate allein schon ein eindeutiges Zeichen für hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist, ohne weitere Kennzahlen zu prüfen
Einzelne Kennzahlen dürfen nicht isoliert interpretiert werden: Eine sinkende Fluktuationsrate bei gleichzeitig sinkender durchschnittlicher Betriebszugehörigkeit kann etwa auf viele neue, noch nicht wieder austretende Mitarbeitende hindeuten und muss im Zusammenhang mit weiteren Kennzahlen geprüft werden, bevor sie als positives Signal gilt.
Frage 16 · Personalentwicklungspolitik, Laufbahnmodelle, Schulungsplanung und Erfolgskontrolle
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Richtige Antwort: Den Weiterbildungsbedarf aus der Zielvereinbarung und einer erkannten Kompetenzlücke ableiten und erst danach eine passende Massnahme auswählen.
Eine wirksame Schulungsplanung beginnt mit der Bedarfsanalyse: Aus den vereinbarten Zielen und einer erkannten Lücke zwischen Soll- und Ist-Kompetenz wird abgeleitet, welche Massnahme sinnvoll ist, bevor ein Angebot gewählt wird.
Frage 17 · HR-Systeme/-Tools reflektieren und Anforderungen formulieren
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Richtige Antwort: Lastenheft
Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was das System leisten soll. Das Pflichtenheft ist die Antwort des Anbieters, wie er die Anforderungen umsetzt. Projektauftrag und Statusbericht sind andere Projektdokumente.
Frage 18 · End-to-end Fälle, die mehrere Vertiefung-A-Handlungsfelder verbinden (wie die reale Integrierte Fallstudie)
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Richtige Antwort: Das Vorgehen ist angreifbar, weil ohne dokumentiertes Standortgespräch und klare Verbesserungsziele die Verhältnismässigkeit nicht nachvollziehbar ist
Eine Kündigung nach wiederholt ungenügender Beurteilung ist nur dann gut begründbar, wenn der Prozess dokumentiert und mit klaren, kommunizierten Verbesserungszielen geführt wurde. Fehlt dies, ist die Massnahme angreifbar, selbst wenn die Leistung tatsächlich ungenügend war.
Richtige Antwort: Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie Arbeitszeugnisse und Diplome
Ein übliches Bewerbungsdossier umfasst Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie Nachweise wie Arbeitszeugnisse und Diplome. Unterlagen ohne sachlichen Bezug zur Stelle, etwa Steuerdaten oder Angaben zur Familienplanung, dürfen nicht standardmässig verlangt werden.
Frage 20 · Einzelarbeitsvertrag, Kündigungsfristen und -schutz (OR)
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Richtige Antwort: Formfrei, auch durch mündliche Abrede oder tatsächliches Verhalten (konkludent)
Art. 320 Abs. 2 OR hält fest, dass der Einzelarbeitsvertrag als abgeschlossen gilt, sobald der Arbeitgeber Arbeit in seinem Dienst entgegennimmt, die nach den Umständen nur gegen Lohn zu leisten ist - auch ohne Schriftform. Schriftform ist nur für einzelne Vertragsarten vorgeschrieben.
Frage 21 · Unterstellung von Grenzgängern/Auslandmitarbeitenden
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Richtige Antwort: Die A1-Bescheinigung bei der zuständigen Ausgleichskasse
Für eine Entsendung ins EU/EFTA-Ausland beantragt der Arbeitgeber die A1-Bescheinigung bei der zuständigen Ausgleichskasse, um die Weiterversicherung in der Schweiz zu sichern.
Frage 22 · Arbeitsmarktstatistiken interpretieren
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Richtige Antwort: Es gilt als Frühindikator, der Hinweise auf die künftige konjunkturelle und damit auch arbeitsmarktliche Entwicklung liefert.
Das KOF-Konjunkturbarometer gilt als Frühindikator für die konjunkturelle und damit indirekt auch für die arbeitsmarktliche Entwicklung.
Frage 23 · Kosten-/Nutzen-Überlegungen im HR
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Richtige Antwort: Die Abwägung, ob eine offene Stelle intern durch Entwicklung bzw. Beförderung oder extern durch Rekrutierung besetzt wird.
Im HR-Kontext bezeichnet Make-or-buy die Abwägung, ob eine Vakanz durch interne Entwicklung und Beförderung (make) oder durch externe Rekrutierung (buy) besetzt wird. Beide Varianten haben unterschiedliche Kosten- und Nutzenprofile.
Frage 24 · Präsentationstechnik
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Richtige Antwort: Inhalte auf den praktischen Nutzen für die Führungsarbeit im Alltag zuschneiden
Zielgruppengerechte Kommunikation übersetzt HR-Fachwissen in den Alltag der Führungsperson: konkrete Handlungsschritte statt abstrakter Theorie, angepasst an deren Vorwissen und Bedürfnisse.
Frage 25 · Vertraulichkeit und Datenschutz im Informationsfluss
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Richtige Antwort: Personaldossiers werden nur so lange aufbewahrt, wie ein rechtlich begründeter Zweck (z. B. Verjährungsfristen, gesetzliche Aufbewahrungspflichten) dies erfordert, danach sind sie zu vernichten
Der Grundsatz der Zweckbindung und Verhältnismässigkeit verlangt, Personaldaten nicht länger als nötig aufzubewahren; die Dauer richtet sich nach sachlich begründeten, meist rechtlichen Aufbewahrungs- und Verjährungsfristen.
Frage 26 · Probezeit
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Richtige Antwort: Die Kündigung ist grundsätzlich zulässig, weil der Sperrfristenschutz nach Art. 336c OR erst nach Ablauf der Probezeit gilt.
Der Sperrfristenschutz von Art. 336c OR, der eine Kündigung bei Krankheit zeitlich einschränkt, gilt erst nach Ablauf der Probezeit. Während der Probezeit bleibt eine Kündigung mit der verkürzten Frist von sieben Tagen grundsätzlich auch bei Krankheit möglich.
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