FaBe EFZ · Lernplan · Stand
Schichtdienst, Schule und Privatleben lassen wenig Zeit. Dieser Plan verteilt den Stoff auf acht Wochen mit kurzen Einheiten und zeigt die Denkfehler, die in Fallfragen am häufigsten vorkommen.

Worauf du dich vorbereitest
Die Berufskenntnisse dauern drei Stunden und sind schriftlich. Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Dazu kommen VPA und Fachgespräch. Alle Details: Berufskenntnisse, VPA und Fachgespräch.
Zeit einteilen
| Tag | Dauer | Inhalt |
|---|---|---|
| Dienstag | 40 Min. | Theorie zum Wochenthema |
| Donnerstag | 40 Min. | Übungsfragen mit Erklärungen |
| Samstag | 60 Min. | Fallbeispiele aus dem Betrieb schriftlich begründen |
| Sonntag | 45 Min. | Fehler wiederholen, Karteikarten |
Acht Wochen
- Woche 1: Berufsrolle, Berufsethik, Nähe und Distanz.
- Woche 2: Kommunikation, Beobachten, Dokumentieren, Reflexion.
- Woche 3: Begleiten im Alltag: Pflege, Ernährung, Hauswirtschaft, Gesundheit.
- Woche 4: Autonomie und Partizipation, Ressourcenorientierung.
- Woche 5: Organisation und Team: Konflikte, Rollen, Sitzungen, Arbeitssicherheit.
- Woche 6: Fachrichtung, Teil 1: Begleitsituationen.
- Woche 7: Fachrichtung, Teil 2: Bildung, Entwicklung, Lebensqualität.
- Woche 8: Gemischte Fragen, Fachgespräch üben, Erholung.
Fehler 1: Extreme Aussagen wählen
Antworten mit «immer», «nie» oder «ausschliesslich» sind in der Betreuung fast nie richtig. Professionelles Handeln ist situativ und passt sich der Person an.
Fehler 2: Schnelle Lösung statt Einbezug
Wenn du Aufgaben aus Zeitdruck selbst erledigst, verfehlst du das Ziel Selbständigkeit. Einbezug fördert Alltagskompetenz und Teilhabe. Mehr in Partizipation und Selbstbestimmung.
Fehler 3: Reflexion als Bewertung anderer
Gute Selbstreflexion fragt nach Gelungenem, Schwierigem und einer Konsequenz. Sie benennt nicht, wer Fehler gemacht hat oder wer anstrengend war.
Fehler 4: Konflikte ignorieren
Spannungen im Team sprichst du sachlich an, am besten in der Teamsitzung. Das Umgehen des Teams oder das Einbeziehen betreuter Personen auf der eigenen Seite zählt nicht als professionell.
Fehler 5: Fachgespräch ohne Übung
Wer nie laut übt, überzieht die zehn Minuten Präsentation oder verliert den Faden. Stoppe die Zeit, präsentiere vor einer Kollegin oder einem Kollegen und bitte um Rückfragen. Danach folgt der 20-minütige Fachaustausch, auf den du dich mit Beispielen aus dem Alltag vorbereitest.
Arbeiten mit Übungsfragen
Den Gesamtüberblick findest du im Hauptratgeber.
- Lies die Erklärung auch bei richtigen Antworten.
- Schreibe in einem Satz, warum die falschen Antworten falsch sind.
- Wiederhole schwierige Fragen nach zwei und sieben Tagen.
- Schliesse jede Woche mit einem gemischten Satz von 30 Fragen ab.
Fehler 6: Fachrichtung vernachlässigt
Position 2 der Berufskenntnisse zählt 30 % der Note und prüft nur deine Fachrichtung. Wer nur den gemeinsamen Teil lernt, verschenkt Punkte. Plane in den Wochen 6 und 7 zusätzliche Zeit ein und bitte deine Berufsbildnerin oder deinen Berufsbildner um typische Situationen aus deinem Arbeitsfeld.
Umgang mit Nachtdienst und Wochenenden
Lerne nicht direkt nach einem Nachtdienst. Plane Lerneinheiten in wachen Zeiten, auch wenn sie kurz sind. Zehn Minuten Karteikarten im Pausenraum bringen mehr als ein erschöpfter Abend. Stimme mit dem Team ab, welche Dienste du für Lernzeit frei halten kannst.
Das Lernjournal als Lernquelle
Reflexionen aus dem Alltag sind Prüfungsstoff. Halte pro Woche drei Situationen fest: Was war die Situation? Wie habe ich gehandelt? Was würde ich ändern? Daraus entstehen Beispiele für das Fachgespräch und Begründungen für offene Fragen.
Aufbau einer guten Antwort bei offenen Fragen
Eine klare Struktur hilft unter Zeitdruck: Erst nennst du das Prinzip (zum Beispiel Partizipation), dann begründest du es in einem Satz, dann bringst du ein Beispiel aus dem Alltag und am Schluss die Konsequenz für dein Handeln. Zwei bis vier Sätze genügen oft. Vermeide Allgemeinplätze wie «man muss respektvoll sein». Konkrete Handlungen überzeugen: «Ich frage die Bewohnerin, ob sie den Kaffee im Zimmer oder im Aufenthaltsraum möchte.»
Zeitmanagement in der Prüfung
| Phase | Minuten |
|---|---|
| Überblick und Planung | 5 |
| Bearbeiten der Aufgaben | 100 |
| Kontrolle und Ergänzungen | 15 |
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ: 1'201 Übungsfragen mit Erklärung
20 Fragen pro Themenbereich und das erste Theoriekapitel, ohne Karte und ohne Anmeldung als Gast.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauche ich pro Woche?
Rund fünf Stunden in der Schlussphase, in kurzen Einheiten.
Wie bereite ich mich auf das Fachgespräch vor?
Präsentation auf zehn Minuten kürzen, laut üben und Fragen mit Alltagsbeispielen beantworten.
Lohnt sich auswendig lernen?
Begriffe ja, Antworten nein. Fallfragen verlangen Begründungen.
Was, wenn meine Fachrichtung speziell ist?
Lerne zuerst den gemeinsamen Teil, danach intensiv deine Fachrichtung für Position 2.
Quellen und weiterführende Links
- SAVOIRSOCIAL (Organisation der Arbeitswelt Soziales)
- SAVOIRSOCIAL: Qualifikationsverfahren FaBe (Ausführungsbestimmungen)
- SBFI Berufsverzeichnis: Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ (ab Lehrbeginn 2021)
- Fedlex: Bildungsverordnung FaBe EFZ (SR 412.101.220.14)
- Berufsberatung.ch: Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ
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