Detailhandelsfachfrau EFZ Lohn: in der Lehre und nach dem Abschluss

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Detailhandel EFZ · Lohn · Stand

Beim Lohn als Detailhandelsfachfrau EFZ oder Detailhandelsfachmann EFZ unterscheidest du zwei Phasen: die Lehre mit empfohlenen Lehrlingslöhnen und die Zeit nach dem Abschluss. Für die Lehre gibt es Empfehlungen der Berufsverbände, danach bestimmen Branche, Region und Arbeitgeber den Lohn. Hier findest du die Zahlen und Werkzeuge.

Lohn in der Lehre

Berufsberatung.ch nennt für Detailhandelsfachleute EFZ diese Empfehlungen der Berufsverbände (brutto pro Monat):

Lohn in der Lehre, Empfehlung der Berufsverbände (berufsberatung.ch)
LehrjahrEmpfehlung
1. LehrjahrCHF 835
2. LehrjahrCHF 1'050
3. LehrjahrCHF 1'520

Die Löhne sind je nach Region und Lehrbetrieb unterschiedlich. Verbindlich ist der Betrag in deinem Lehrvertrag.

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Warum Lehrlingslöhne unterschiedlich sind

Der Detailhandel umfasst über 20 Ausbildungs- und Prüfungsbranchen, von Lebensmitteln über Automobil bis zum öffentlichen Verkehr. Grossverteiler, Filialunternehmen und kleine Fachgeschäfte haben eigene Lohnsysteme. Manche zahlen einen 13. Monatslohn oder Zulagen, andere nicht. Vergleiche deshalb nicht nur den Monatslohn, sondern das Total pro Jahr. Mehr zu den Branchen findest du unter Detailhandel EFZ Branchen.

Lohn nach dem EFZ

Für ausgebildete Detailhandelsfachleute gibt es keine schweizweite Lohnempfehlung mit festen Beträgen, die für alle Branchen gilt. Dein Einstiegslohn hängt ab von:

  • Arbeitgeber und allenfalls geltendem Gesamtarbeitsvertrag (GAV)
  • Branche und Sortiment
  • Region und Arbeitskanton
  • Pensum und Arbeitszeiten, zum Beispiel Abend- und Samstagsarbeit
  • Funktion, etwa Verkauf, Kasse, Online-Shop oder Stellvertretung
  • Berufserfahrung und Weiterbildungen

Mindestlohn und GAV

Einen gesetzlichen Mindestlohn speziell für Detailhandelsfachleute gibt es nicht. Mindestlöhne können aus einem GAV deines Arbeitgebers stammen. Einige grosse Detailhändler haben eigene GAV mit Mindestlöhnen für Mitarbeitende mit EFZ. Zudem kennen einige Kantone ein kantonales Mindestlohngesetz. Frag beim Vorstellungsgespräch, ob ein GAV gilt, und lass dir den Lohn schriftlich bestätigen. Auch Lernende haben Anspruch auf einen schriftlichen Lehrvertrag, in dem der Lohn für jedes Lehrjahr steht. Lies ihn vor der Unterschrift genau durch und frag bei Unklarheiten beim kantonalen Berufsbildungsamt nach.

Lohn mit Salarium schätzen

Das Bundesamt für Statistik bietet mit Salarium einen Lohnrechner auf Basis der Lohnstrukturerhebung. Du gibst Branche, Berufsgruppe, Region, Alter, Ausbildung, Dienstjahre und Wochenstunden ein und erhältst eine statistische Spannweite. Das Resultat ist keine Lohnempfehlung, aber ein guter Anhaltspunkt für eine Lohnverhandlung. Trage ehrliche Werte ein, besonders bei Pensum und Dienstjahren, sonst ist der Vergleich wenig aussagekräftig.

So steigt dein Lohn

Mit Berufserfahrung und Führungsverantwortung steigen die Lohnstufen. Ein wichtiger Schritt ist die Berufsprüfung Detailhandelsspezialist/in mit eidgenössischem Fachausweis. Zugelassen wirst du unter anderem mit EFZ, drei Jahren Berufspraxis im Detailhandel nach dem QV und mindestens einem Jahr in einer Führungsfunktion. Alle Wege zeigt Detailhandelsfachfrau EFZ Weiterbildung.

Wer zuerst das EBA als Detailhandelsassistent/in macht, kann in der Regel eine verkürzte Lehre zum EFZ anschliessen. Das erste Lehrjahr wird angerechnet. Grundlage für alles ist das bestandene QV, das der Ratgeber zum QV Detailhandel erklärt.

Lohnverhandlung nach der Lehre

Vor dem ersten Lohngespräch nach dem EFZ lohnt sich eine kurze Vorbereitung. Schätze mit Salarium eine Spannweite für deine Region und Branche. Frag, ob ein GAV gilt und welche Lohnklasse er für Mitarbeitende mit EFZ vorsieht. Kläre, ob ein 13. Monatslohn, Personalrabatte oder Zulagen für Abend- und Sonntagsarbeit dazukommen. Ein gutes Notenblatt, ein Schwerpunkt wie Online-Shops und Sprachkenntnisse sind Argumente, die du im Gespräch nennen kannst.

Bleibst du nach der Lehre im Lehrbetrieb, ist der Lohnsprung oft vertraglich geregelt. Wechselst du den Arbeitgeber, vergleiche das ganze Paket: Lohn, Pensum, Arbeitszeiten, Weiterbildungsunterstützung und Arbeitsweg.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Häufige Fragen

Wie viel verdient eine Detailhandelsfachfrau EFZ in der Lehre?

Berufsberatung.ch nennt als Empfehlung der Berufsverbände CHF 835 im 1., CHF 1'050 im 2. und CHF 1'520 im 3. Lehrjahr, brutto pro Monat.

Wie viel verdient man nach dem EFZ?

Eine schweizweite Empfehlung gibt es nicht. Der Lohn hängt von Arbeitgeber, GAV, Branche und Region ab. Salarium vom BFS gibt einen statistischen Anhaltspunkt.

Gibt es einen Mindestlohn im Detailhandel?

Nicht gesetzlich für den Beruf. Mindestlöhne können aus dem GAV deines Arbeitgebers oder einem kantonalen Mindestlohngesetz stammen.

Verdiene ich im Online-Shop-Schwerpunkt mehr?

Dafür gibt es keine allgemeine Regel. Der Lohn richtet sich nach Arbeitgeber, Funktion und Erfahrung.

Wie kann ich meinen Lohn erhöhen?

Mit Erfahrung, Führungsaufgaben und Weiterbildungen wie der Berufsprüfung Detailhandelsspezialist/in.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitDetailhandelsfachfrau EFZ Weiterbildung: BP, HFP, HF und FH

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