Führungsfachleute · Weiterbildung · Stand
Welche Weiterbildung passt nach dem Führungsfachmann mit eidg. Fachausweis? Der Fachausweis ist eine Berufsprüfung und damit die erste Stufe der höheren Berufsbildung. Danach kannst du dich vertiefen, verbreitern oder auf eine Hochschule wechseln. Hier siehst du die Wege, was sie verlangen und welche Fragen du dir vorher stellen solltest.
Wo du nach dem Fachausweis stehst
Mit dem Fachausweis hast du eine eidgenössische Berufsprüfung bestanden. Seit dem 1. Oktober 2026 darfst du laut SBFI zusätzlich den Titelzusatz «Professional Bachelor» führen, zusammen mit dem geschützten Titel. Die nächste Stufe der höheren Berufsbildung ist die höhere Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom und dem Zusatz «Professional Master».
Der Fachausweis ist branchenunabhängig. Das ist ein Vorteil: Du kannst dich in Richtung Führung, in Richtung Personal oder in Richtung deines Fachgebiets weiterentwickeln.
Die wichtigsten Wege im Überblick
| Weg | Abschluss | Für wen |
|---|---|---|
| Höhere Fachprüfung (HFP) | eidg. Diplom, Professional Master | wer eine grössere Organisationseinheit führt |
| Höhere Fachschule (HF) | Diplom HF | wer sich fachlich breit, zum Beispiel in Betriebswirtschaft, vertiefen will |
| Fachhochschule | Bachelor oder Weiterbildungsmaster | wer akademisch weitergehen will |
| Hochschulweiterbildung | CAS, DAS, MAS | wer ein Thema gezielt vertiefen will |
| Branchenzertifikate | Zertifikat einer Trägerschaft | wer ein aktuelles Thema ergänzen will, die SVF bietet etwa AI Leadership an |
Höhere Fachprüfung: die nächste Stufe
berufsberatung.ch nennt beim Beruf Führungsfachmann/-frau als weiterführende höhere Fachprüfung die Leiterin oder den Leiter Human Resources HFP. Das passt, wenn du dich stärker auf Personalführung und Personalprozesse ausrichten willst.
Auf berufsberatung.ch ist zudem ein Vorbereitungsgang zur höheren Fachprüfung Führungsexpertin / Führungsexperte gelistet. Die Zulassung verlangt dort mehrjährige Berufspraxis und Führungserfahrung auf Stufe Organisationseinheit. Prüfe Prüfungsordnung und Trägerschaft im Berufsverzeichnis des SBFI, bevor du dich entscheidest.
Viele höhere Fachprüfungen sind branchengebunden, etwa im Rechnungswesen, im Marketing, in der Logistik oder im Gesundheitswesen. Wenn du in deinem Fachgebiet aufsteigen willst, ist eine HFP deiner Branche oft passender als eine reine Führungsweiterbildung.
Die Zulassung zu einer HFP regelt jede Prüfungsordnung selbst. Ob der Fachausweis Führungsfachleute angerechnet wird, steht dort.
Höhere Fachschule und Fachhochschule
Eine höhere Fachschule bietet einen längeren Bildungsgang mit Diplom HF, zum Beispiel in Betriebswirtschaft. Er ist breiter als der Fachausweis und umfasst Unterricht, Praxis und eine Diplomarbeit. Die Zulassung legt die Schule fest.
Für ein Fachhochschulstudium ist der Fachausweis allein in der Regel nicht die direkte Zulassung. Fachhochschulen nehmen Personen mit Berufsmaturität oder gleichwertiger Vorbildung auf. Für Personen mit Berufserfahrung gibt es oft eigene Aufnahmeverfahren. Frag bei der Hochschule nach, wie sie deinen Fachausweis berücksichtigt.
CAS, DAS und MAS
Hochschulen bieten Weiterbildungen mit ECTS-Punkten an. Ein Certificate of Advanced Studies (CAS) umfasst laut Universität Zürich mindestens 10 ECTS, ein DAS mindestens 30 und ein MAS mindestens 60. Einige Hochschulen nehmen auch Personen ohne Hochschulabschluss «sur dossier» auf, wenn Berufserfahrung und Weiterbildungen überzeugen.
Ein CAS ist kein Abschluss der höheren Berufsbildung. Er ist sinnvoll, wenn du ein Thema wie Change Management, Projektleitung oder Coaching gezielt vertiefen willst.
Bundesbeiträge auch für die nächste Stufe
Für Kurse, die auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten, erstattet der Bund 50 % der anrechenbaren Kursgebühren. Bei einer Berufsprüfung beträgt der Beitrag höchstens CHF 9'500, bei einer höheren Fachprüfung höchstens CHF 10'500. Der Kurs muss auf der Meldeliste des SBFI stehen, und du musst die Prüfung absolviert haben. Für CAS-Lehrgänge und Diplome HF gelten diese Bundesbeiträge nicht. Mehr dazu: Bundesbeiträge für Vorbereitungskurse.
Fünf Fragen vor der Entscheidung
- Welche Stelle willst du in drei bis fünf Jahren haben, und was verlangen Inserate für diese Stelle?
- Willst du mehr Menschen führen oder fachlich tiefer werden?
- Brauchst du einen eidgenössischen Titel oder reicht ein Zertifikat?
- Wie viel Zeit hast du neben Beruf und Familie realistisch pro Woche?
- Unterstützt dein Arbeitgeber die Weiterbildung finanziell oder zeitlich?
Wenn du den Fachausweis noch vor dir hast, lies zuerst Führungsfachleute: Prüfung, Zulassung, Kosten. Den Arbeitsmarkt für Führungsfachleute beschreibt Aufgaben, Jobs und Karriere.
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung. Zulassungen zu weiterführenden Abschlüssen legen die jeweiligen Trägerschaften und Schulen fest.
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Häufige Fragen
Welche höhere Fachprüfung passt nach dem Führungsfachmann?
berufsberatung.ch nennt die Leiterin oder den Leiter Human Resources HFP. Je nach Ziel passt auch eine HFP deiner Branche.
Kann ich mit dem Fachausweis an eine Fachhochschule?
Nicht automatisch. Die Fachhochschulen entscheiden über die Aufnahme, oft mit eigenen Verfahren für Berufserfahrene.
Ist ein CAS besser als eine HFP?
Es sind verschiedene Abschlüsse. Ein CAS vertieft ein Thema an einer Hochschule, eine HFP ist ein eidgenössisches Diplom der höheren Berufsbildung.
Gibt es Bundesbeiträge für die HFP?
Ja, 50 % der anrechenbaren Kursgebühren, höchstens CHF 10'500, wenn der Kurs auf der Meldeliste steht und du die Prüfung absolviert hast.
Quellen und weiterführende Links
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