Informatiker/in EFZ · Weiterbildung · Stand
Welche Weiterbildung passt nach dem Informatiker EFZ? Die Schweizer Bildungslandschaft bietet dir drei grosse Wege: eidgenössische Prüfungen der höheren Berufsbildung, die höhere Fachschule und die Fachhochschule. berufsberatung.ch listet für Informatikerinnen und Informatiker EFZ eine ganze Reihe konkreter Abschlüsse. Hier ist der Überblick mit Voraussetzungen und Finanzierung.
Die drei Wege im Überblick
| Stufe | Beispiele |
|---|---|
| Berufsprüfung (BP) | Wirtschaftsinformatiker/in BP, ICT-Application Development Specialist BP, ICT-Platform Development Specialist BP, Cyber Security Specialist BP, Digital Collaboration Specialist BP, AI Business Specialist BP |
| Höhere Fachprüfung (HFP) | ICT-Manager/in HFP, Information Security Manager HFP |
| Höhere Fachschule (HF) | Informatiker/in HF, Wirtschaftsinformatiker/in HF |
| Fachhochschule (Bachelor of Science) | Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Engineering, Elektrotechnik und Informationstechnologie, Medizininformatik |
Die Bezeichnungen stammen von berufsberatung.ch. Zulassung und Inhalte regeln die jeweiligen Prüfungsordnungen und Schulen.
Berufsprüfung: spezialisieren nach einigen Jahren Praxis
Eine Berufsprüfung baut auf dem EFZ und Berufspraxis auf. Sie vertieft ein Spezialgebiet, zum Beispiel Applikationsentwicklung, Plattformen oder Cyber Security. Die geforderte Praxis legt die jeweilige Prüfungsordnung fest. Die Vorbereitung läuft meist berufsbegleitend.
Seit dem 1. Oktober 2026 erhalten Abschlüsse der Berufsprüfung laut SBFI den Titelzusatz «Professional Bachelor», höhere Fachprüfungen den Zusatz «Professional Master». Der Zusatz wird nur zusammen mit dem geschützten Titel geführt.
Höhere Fachprüfung: Führung und Management
Höhere Fachprüfungen wie ICT-Manager/in HFP oder Information Security Manager HFP richten sich an erfahrene Fachleute, die Verantwortung für Bereiche, Teams oder Sicherheitsthemen übernehmen. Meist wird zuerst eine Berufsprüfung oder gleichwertige Erfahrung verlangt. Prüfe die Zulassung in der Prüfungsordnung.
Höhere Fachschule: Informatiker/in HF
Ein Bildungsgang HF ist breiter als eine Berufsprüfung und umfasst Unterricht, Praxis und eine Diplomarbeit. Viele Bildungsgänge laufen berufsbegleitend. Wer das EFZ im verwandten Bereich hat, erfüllt in der Regel eine wichtige Zulassungsbedingung. Die Details legt die Schule fest. Auch Diplome HF erhalten seit dem 1. Oktober 2026 den Titelzusatz «Professional Bachelor».
Fachhochschule: mit Berufsmaturität
Für ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule ist die Berufsmaturität der klassische Weg. Mit einem EFZ in einem verwandten Beruf und der Berufsmaturität ist die Zulassung zu einem Studium wie Informatik oder Wirtschaftsinformatik in der Regel ohne Aufnahmeprüfung möglich. Die genauen Bedingungen legt jede Fachhochschule fest. Viele Studiengänge gibt es auch berufsbegleitend.
Wenn du während der Lehre keine Berufsmaturität gemacht hast, kannst du sie nach der Lehre nachholen, in Vollzeit oder berufsbegleitend. Wie Lehre und Berufsmaturität zusammenpassen, steht in Ausbildung, Dauer und IMS.
Direkt nach der Lehre oder später?
Für eine Berufsprüfung oder eine höhere Fachprüfung brauchst du in der Regel Berufspraxis nach dem EFZ. Direkt nach der Lehre sind deshalb vor allem die Berufsmaturität, ein Fachhochschulstudium oder einzelne Herstellerzertifikate naheliegend. Viele sammeln zuerst zwei bis drei Jahre Erfahrung und wählen dann gezielt ein Spezialgebiet. So weisst du besser, welche Richtung dir liegt, und erfüllst die Praxisanforderungen der Prüfungsordnungen.
Bundesbeiträge für Vorbereitungskurse
Für Kurse, die auf eine eidgenössische Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung vorbereiten, erstattet der Bund 50 % der anrechenbaren Kursgebühren. Bei einer Berufsprüfung sind es höchstens CHF 9'500, bei einer höheren Fachprüfung höchstens CHF 10'500. Der Kurs muss auf der Meldeliste des SBFI stehen, und du musst die Prüfung absolviert haben. Für Bildungsgänge HF und Fachhochschulstudien gelten diese Bundesbeiträge nicht. Mehr dazu: Bundesbeiträge für Vorbereitungskurse.
So wählst du den richtigen Weg
- Willst du dich fachlich spezialisieren, zum Beispiel in Security oder Plattformen? Dann passt eine Berufsprüfung.
- Willst du breiter werden und mehrere Jahre in einen strukturierten Bildungsgang investieren? Dann prüfe eine HF.
- Willst du an eine Hochschule und hast die Berufsmaturität? Dann ist die Fachhochschule eine Option.
- Willst du führen? Plane langfristig eine höhere Fachprüfung ein.
- Frag deinen Arbeitgeber nach Unterstützung mit Zeit oder Geld.
Den Unterschied zwischen Berufsprüfung und höherer Fachprüfung erklärt Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung. Wie sich Weiterbildung auf den Lohn auswirken kann, zeigt Informatiker EFZ Lohn. Den Abschluss der Lehre erklärt Qualifikationsverfahren Informatiker/in EFZ.
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung. Zulassungen zu Berufsprüfungen, höheren Fachprüfungen, HF und Fachhochschulen legen die jeweiligen Trägerschaften und Schulen fest.
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Häufige Fragen
Welche Weiterbildung gibt es nach Informatiker EFZ?
Berufsprüfungen wie ICT-Application Development Specialist BP, höhere Fachprüfungen wie ICT-Manager/in HFP, Informatiker/in HF oder ein Fachhochschulstudium.
Kann ich ohne Berufsmaturität an die Fachhochschule?
In der Regel ist die Berufsmaturität der Weg. Manche Fachhochschulen haben eigene Verfahren. Frag direkt bei der Hochschule nach.
Gibt es Bundesbeiträge für Informatiker/in HF?
Nein. Bundesbeiträge gibt es für Kurse zur Vorbereitung auf eidgenössische Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen.
Was bedeutet Professional Bachelor?
Ein Titelzusatz, den Abschlüsse der Berufsprüfung und der höheren Fachschule seit dem 1. Oktober 2026 führen dürfen, zusammen mit dem geschützten Titel.
Quellen und weiterführende Links
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