Informatiker/in EFZ · Bildungsplan · Stand
Die Informatiker EFZ Module sind das Rückgrat der schulischen Ausbildung. Die Bildungsverordnung teilt die Informatikkompetenzen in 24 Module zu je 40 Lektionen, dazu kommen 7 überbetriebliche Kurse. Welche Module wann kommen, legt der Bildungsplan fest, die Inhalte beschreibt der Modulbaukasten von ICT-Berufsbildung Schweiz. Hier siehst du den Aufbau, die Schulfächer und warum jede Modulnote für das QV zählt.
Bildungsplan, Verordnung und Modulbaukasten
Drei Dokumente regeln die Lehre. Die Bildungsverordnung des SBFI vom 19. November 2020 legt die Grundsätze fest: Dauer, Lernorte, Lektionen und Qualifikationsverfahren. Der Bildungsplan der Organisation der Arbeitswelt beschreibt das Qualifikationsprofil und bestimmt, welche Handlungskompetenzen an welchem Lernort vermittelt werden (Art. 9).
Die Inhalte der Module beschreibt der Modulbaukasten von ICT-Berufsbildung Schweiz (Art. 3 Abs. 3). Im Bildungsplan steht, welche Module wann in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen vermittelt werden. Den Bildungsplan findest du über das Berufsverzeichnis des SBFI.
Die Schulfächer im Überblick
| Bereich | 1. Lj. | 2. Lj. | 3. Lj. | 4. Lj. | Total |
|---|---|---|---|---|---|
| Erweiterte Grundkompetenzen (Mathematik, Englisch) | 120 | 120 | 40 | 40 | 320 |
| Informatikkompetenzen (Module) | 320 | 320 | 160 | 160 | 960 |
| Allgemeinbildung | 120 | 120 | 120 | 120 | 480 |
| Sport | 80 | 80 | 40 | 40 | 240 |
| Total | 640 | 640 | 360 | 360 | 2'000 |
Die erweiterten Grundkompetenzen umfassen Mathematik mit 120 und Englisch mit 200 Lektionen (Art. 7 Abs. 2).
Die 24 Informatikmodule
Der Unterrichtsbereich «Informatikkompetenzen» ist in 24 Module zu je 40 Lektionen unterteilt (Art. 7 Abs. 3). Jedes Modul wird mit halben und ganzen Noten bewertet (Art. 14 Abs. 2). Die Module orientieren sich an den Handlungskompetenzbereichen:
- Für alle: Begleiten von ICT-Projekten, Unterstützen und Beraten im ICT-Umfeld, Aufbauen und Pflegen von digitalen Daten
- Plattformentwicklung: Ausliefern und Betreiben von ICT-Lösungen, Betreiben von Netzen, Betreiben von Serversystemen und Serverdiensten
- Applikationsentwicklung: Entwickeln von Applikationen, Ausliefern und Betreiben von Applikationen
Welche konkreten Module dein Lehrgang enthält, steht im Bildungsplan und im Modulplan deiner Berufsfachschule. Die Fachrichtungen vergleicht Applikations- oder Plattformentwicklung.
Überbetriebliche Kurse
Die überbetrieblichen Kurse umfassen 35 Tage zu 8 Stunden, aufgeteilt in 7 Kurse zu je 5 Tagen. Jeder Kurs entspricht einem Modul (Art. 8). Der Kursanbieter dokumentiert deine Leistung in Form eines Kompetenznachweises, ausgedrückt in Noten (Art. 15). Im letzten Semester finden keine üK statt.
Wie die Modulnoten ins QV einfliessen
Jede Modulnote zählt. Die Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen» setzt sich nach Art. 19 Abs. 4 so zusammen: 80 % das gerundete Mittel der Modulnoten der Berufsfachschule und 20 % das gerundete Mittel der üK-Noten. Diese Erfahrungsnote zählt 30 % der Gesamtnote und muss mindestens 4 betragen, sonst ist das QV nicht bestanden.
Die Erfahrungsnote «erweiterte Grundkompetenzen» ist das Mittel der acht Semesterzeugnisnoten in Mathematik und Englisch und zählt 10 %. Die genaue Berechnung mit Beispiel steht in Qualifikationsverfahren Informatiker/in EFZ.
| Teil | Note | Gewicht | Beitrag |
|---|---|---|---|
| Mittel Module Berufsfachschule (gerundet) | 4.5 | 80 % | 3.6 |
| Mittel üK (gerundet) | 5.0 | 20 % | 1.0 |
| Erfahrungsnote | 4.6 |
Allgemeinbildung
Neben den Fachmodulen besuchst du in allen vier Lehrjahren je 120 Lektionen Allgemeinbildung. Für diesen Unterricht gilt die Verordnung des SBFI über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung (Art. 7 Abs. 5). Themen sind etwa Sprache und Kommunikation sowie Gesellschaft. Im Qualifikationsverfahren zählt der Qualifikationsbereich Allgemeinbildung 20 % der Gesamtnote. Unterschätze ihn nicht: Er wird nach den Regeln dieser Verordnung abgeschlossen und ist unabhängig von deiner Fachrichtung.
Lerntipps für die Module
- Behandle jedes Modul wie eine kleine Prüfung. Eine schwache Note lässt sich später kaum ausgleichen.
- Verbinde Schule und Betrieb: Wende ein Modulthema innert einer Woche an einem echten Auftrag an.
- Führe die Lerndokumentation sauber. Sie ist in der IPA ein erlaubtes Hilfsmittel.
- Übe Grundlagen regelmässig, etwa Subnetting, SQL oder Projektmethoden.
Fachliche Grundlagen findest du in Subnetting und IP-Adressen und Projektmethoden. Einen Lernplan bietet Lernplan und typische Fehler.
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Zahlen stammen aus der Bildungsverordnung vom 19. November 2020. Geringfügige Verschiebungen zwischen den Lehrjahren sind in Absprache mit den Behörden möglich.
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Häufige Fragen
Wie viele Module hat Informatiker EFZ?
In der Berufsfachschule 24 Module zu je 40 Lektionen, dazu 7 überbetriebliche Kurse zu je 5 Tagen.
Welche Schulfächer gibt es?
Informatikmodule, Mathematik, Englisch, Allgemeinbildung und Sport.
Zählen alle Modulnoten für das QV?
Ja. Das Mittel der Modulnoten macht 80 % der Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen» aus, die 30 % der Gesamtnote zählt.
Wo finde ich den Bildungsplan?
Über das Berufsverzeichnis des SBFI. Die Modulinhalte beschreibt ICT-Berufsbildung Schweiz.
Wie viel Englisch hat die Lehre?
200 Lektionen Englisch in der Berufsfachschule.
Quellen und weiterführende Links
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