Gastro-Betriebsleiter · Kosten · Stand
Die Kosten für G2 Gastro-Betriebsleiter betragen im Rechenbeispiel von GastroSuisse CHF 7'100 für Kurs und Prüfungen. Wer in einem L-GAV-Betrieb arbeitet und den Bundesbeitrag nutzt, zahlt am Ende einen Bruchteil davon. Hier siehst du, welche Beiträge es gibt, welche Bedingungen gelten und wann das Geld kommt.
Das Rechenbeispiel von GastroSuisse
| Posten | CHF |
|---|---|
| Kurskosten | 5'900 |
| Modulprüfungen | 700 |
| Abschlussprüfung | 500 |
| Total | 7'100 |
| Bundessubvention (max. 50 % der anrechenbaren Kosten) | −3'300 |
| L-GAV-Pauschalbeitrag | −2'640 |
| L-GAV-Übernahme Abschlussprüfung | −500 |
| Eigenanteil nach der Abschlussprüfung | 660 |
Nicht enthalten sind Verpflegungspauschalen, Einschreibegebühren und weitere Kosten des Bildungszentrums. Die Kurspreise legt jedes Bildungszentrum fest.
L-GAV: Pauschale und Prüfungsgebühr
Laut Merkblatt 2026 profitieren G2-Teilnehmende, die zum Zeitpunkt der Anmeldung in einem Betrieb angestellt sind, der zwingend dem L-GAV untersteht.
- Pauschalbetrag G2: CHF 2'640, ausbezahlt von Hotel & Gastro formation Schweiz direkt an dich
- Die Prüfungsgebühr der eidgenössischen Berufsprüfung übernimmt der L-GAV vollständig
- Seminar- und Prüfungstage gelten als Arbeitstage. Dein Arbeitgeber erhält eine Arbeitsausfallentschädigung von CHF 140 pro Tag
- Die Beiträge sind kontingentiert und werden in der Reihenfolge der vollständigen Gesuche vergeben
Bundesbeitrag: bis 50 % zurück
Der Bund unterstützt Absolventinnen und Absolventen eidgenössischer Prüfungen mit Wohnsitz in der Schweiz. Er erstattet höchstens 50 % der anrechenbaren Kosten für die Vorbereitungskurse, bei einer Berufsprüfung höchstens CHF 9'500. Das Geld bekommst du nach der Prüfung, unabhängig davon, ob du bestanden hast.
Laut GastroSuisse erhältst du keinen Beitrag, wenn du die Vorbereitung abbrichst oder eine Modulprüfung nicht bestehst und deshalb nicht zur eidgenössischen Prüfung antrittst. Den Antrag stellst du online beim SBFI. Die nötige Verfügung schickt GastroSuisse nach der Notensitzung per Post. Alles Weitere im Ratgeber Bundesbeiträge für Vorbereitungskurse.
Auch G1-Kosten zählen
Zu den anrechenbaren Kosten der Berufsprüfung G2 gehören laut Merkblatt auch Kosten für G1 oder Wirtekurse, die nach dem 1. Januar 2017 entstanden sind. Bewahre deshalb die Rechnungen und Zahlungsbelege deiner G1-Module auf. Was G1 umfasst, steht im Ratgeber G1, G2 und G3 im Vergleich.
Bedingungen, die du kennen musst
- Die Rechnung muss auf dich lauten, und du bezahlst die Seminargebühren selbst direkt an die Bildungsinstitution. Nur dann kannst du den Bundesbeitrag geltend machen.
- Zahlt dein Arbeitgeber die Rechnung, kann er sich mit dir vereinbaren. Kläre das vor der Anmeldung schriftlich.
- Die L-GAV-Pauschale setzt die Anstellung in einem unterstellten Betrieb im Zeitpunkt der Anmeldung voraus.
- G2-Seminarkosten, die bereits über die kantonale Fachschulvereinbarung unterstützt wurden, zählen nicht für den Bundesbeitrag.
Kosten planen
Rechne damit, dass du Kurs und Prüfungen zuerst vorfinanzierst. Der Bundesbeitrag kommt erst nach der Abschlussprüfung, die L-GAV-Pauschale wird während der Weiterbildung ausbezahlt. Plane für die Zwischenzeit genügend Reserve ein.
Beachte auch die Zeit: Neben 32 Seminartagen kommen Lernzeit und das Lernreflexionsdossier dazu. Einen Plan findest du im Ratgeber Ausbildung, Dauer und Termine, den Gesamtüberblick im Hauptratgeber G2.
Kosten, die oft vergessen gehen
Wer nicht besteht, hat nach der Prüfungsordnung keinen Anspruch auf Rückerstattung der Prüfungsgebühr. Der Bundesbeitrag bleibt dir aber, weil er unabhängig vom Ergebnis ausbezahlt wird. Wie du die Prüfung beim ersten Anlauf bestehst, steht im Ratgeber Abschlussprüfung bestehen.
- Verpflegungspauschalen und Einschreibegebühren der Bildungszentren, die im Rechenbeispiel nicht enthalten sind
- Reisekosten zu den Kurstagen und zu den Prüfungsorten
- Die Kosten für G1, falls du die Grundmodule noch nicht hast
- Gebühren für eine allfällige Wiederholung: Sie legt die QS-Kommission im Einzelfall nach dem Umfang fest
- Arbeitsausfall, falls dein Betrieb nicht dem L-GAV untersteht und die Kurstage nicht als Arbeitstage gelten
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.
Kostenlos testen
Gastro-Betriebsleiter/in (G2): 923 Übungsfragen mit Erklärung
20 Fragen pro Themenbereich und das erste Theoriekapitel, ohne Karte und ohne Anmeldung als Gast.
Häufige Fragen
Was kostet G2 Gastro-Betriebsleiter?
Im Rechenbeispiel von GastroSuisse CHF 7'100 für Kurs, Modulprüfungen und Abschlussprüfung. Die Kurspreise variieren je nach Bildungszentrum.
Wie viel zahlt der L-GAV?
Laut Merkblatt 2026 eine Pauschale von CHF 2'640 für G2, dazu die Prüfungsgebühr der Berufsprüfung. Voraussetzung ist eine Anstellung in einem L-GAV-Betrieb bei der Anmeldung.
Wann bekomme ich den Bundesbeitrag?
Nach der eidgenössischen Prüfung, unabhängig vom Ergebnis. Du beantragst ihn online beim SBFI.
Muss ich bestehen, um Geld zurückzubekommen?
Nein, aber du musst zur eidgenössischen Prüfung antreten. Wer vorher abbricht, erhält keinen Bundesbeitrag.
Zählen meine G1-Kosten?
Ja, laut Merkblatt gehören G1- oder Wirtekurskosten ab dem 1. Januar 2017 zu den anrechenbaren Kosten der Berufsprüfung G2.
Quellen und weiterführende Links
Weitere Ratgeber
Gastro-Betriebsleiter · Prüfungsfragen · Typische Fehler und Lernplan
G2 Prüfungsfragen: so übst du für Modulprüfungen und Fallstudie
G2 Gastro-Betriebsleiter Prüfungsfragen: Modulprüfungen, Fallstudie und Fachgespräch, drei Beispielfragen und Tipps zur Probeprüfung.
Weiterlesen
Gastro-Betriebsleiter · Prüfung · Start hier
Gastro-Betriebsleiter/in mit eidg. Fachausweis (G2): Prüfung, Zulassung, Kosten
Gastro-Betriebsleiter/in G2 mit eidg. Fachausweis: Zulassung, Module, Abschlussprüfung, Notenberechnung, Bundesbeiträge und ein Lernplan neben dem Job.
Weiterlesen