Weiterbildung nach HR-Fachfrau: HR-Leiter, Diplom, CAS

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HR-Fachleute · Weiterbildung · Stand

Nach der HR-Fachfrau ist die nächste Weiterbildung in der Regel die höhere Fachprüfung Leiter/in Human Resources mit eidgenössischem Diplom. Daneben gibt es Weiterbildungen an Fachhochschulen. Hier siehst du die Wege, die Zulassung und warum es eine dipl. HR-Fachfrau eigentlich nicht gibt.

Fachausweis, Diplom, HF: die Begriffe

Wer nach einer diplomierten HR-Fachfrau sucht, meint meist entweder den Fachausweis oder das eidgenössische Diplom als Leiter/in HR. Einen Titel dipl. HR-Fachfrau gibt es nicht. Der Fachausweis ist eine Berufsprüfung, das Diplom eine höhere Fachprüfung.

Abschlüsse im Überblick
AbschlussArtBeispiel HR
Eidg. FachausweisBerufsprüfung (BP)HR-Fachfrau/-mann
Eidg. DiplomHöhere Fachprüfung (HFP)Leiter/in Human Resources
Diplom HFBildungsgang einer höheren Fachschulezum Beispiel dipl. Betriebswirtschafter/in HF
CAS, DAS, MASWeiterbildung an HochschulenWeiterbildungen im HR-Management
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Leiter/in Human Resources mit eidg. Diplom

Die höhere Fachprüfung richtet sich laut HRSE an HR-Fachleute, die eine strategische Rolle auf oberster Führungsebene übernehmen. Die Prüfung hat drei Hauptteile, darunter Critical Incidents, Rollenspiele, eine Fallstudie zu einem HR-Konzept und eine Präsentation mit Fachgespräch. Die Prüfungsgebühr betrug 2026 CHF 2'500.

Als englische Übersetzung empfiehlt HRSE: Advanced Federal Diploma of Higher Education, Human Resources Manager.

Zulassung zur höheren Fachprüfung

Laut HRSE gibt es drei Wege. Für Inhaberinnen und Inhaber des Fachausweises gilt Weg a:

  • a) Fachausweis HR-Fachfrau/-mann oder eine andere Berufsprüfung mit HR-Bezug und mindestens sechs Jahre Berufspraxis, davon zwei Jahre qualifizierte HR-Praxis oder vier Jahre in HR-Projekten oder -Beratung bei komplexen Aufgaben
  • b) Abschluss einer Universität, Fachhochschule, höheren Fachschule oder eine eidg. höhere Fachprüfung und mindestens vier Jahre Praxis mit derselben HR-Anforderung
  • c) Tertiärer Abschluss und mindestens sechs Jahre Führungserfahrung, davon zwei Jahre über zwei Hierarchiestufen

Prüfe die genauen Bedingungen in der aktuellen Prüfungsordnung der höheren Fachprüfung.

Bundesbeiträge auch für das Diplom

Auch Vorbereitungskurse auf die höhere Fachprüfung werden vom Bund unterstützt. Die Obergrenze liegt laut SBFI bei CHF 10'500 (50 Prozent von anrechenbaren Kursgebühren bis CHF 21'000). Die übrigen Regeln sind dieselben wie beim Fachausweis: Kurs auf der Meldeliste, Prüfung abgelegt, steuerlicher Wohnsitz in der Schweiz.

Höhere Fachschule und Fachhochschule

Laut berufsberatung.ch kommen nach einer HR-Grundbildung auch Bildungsgänge an höheren Fachschulen in Frage, zum Beispiel dipl. Betriebswirtschafter/in HF, sowie Studiengänge und Weiterbildungen an Fachhochschulen. Diese Wege sind breiter angelegt als die HR-Prüfungen von HRSE und eignen sich, wenn du in die Führung oder in eine Querschnittsfunktion wechseln willst.

Fachhochschulen bieten Weiterbildungen wie CAS im Bereich HR an. Die Zulassung legt jede Hochschule selbst fest. Oft ist eine Aufnahme auf Basis von Berufserfahrung und höherer Berufsbildung möglich. Ob der Fachausweis an ein CAS angerechnet wird, klärst du direkt bei der Hochschule.

Welcher Weg passt?

  • Du willst eine HR-Abteilung leiten: höhere Fachprüfung Leiter/in HR.
  • Du willst dich auf ein Thema wie Lohn, Entwicklung oder Arbeitsrecht spezialisieren: Fachkurse oder ein CAS.
  • Du willst in die allgemeine Unternehmensführung: HF in Betriebswirtschaft oder ein Studium.
  • Du arbeitest bei einem Personaldienstleister oder RAV: eine weitere Fachrichtung der Berufsprüfung kann sinnvoll sein.

Zuerst der Fachausweis

Alle diese Wege bauen auf Praxis und einem soliden HR-Grundwissen auf. Wenn du den Fachausweis noch vor dir hast, findest du die Übersicht im Ratgeber HR-Fachleute: Prüfung, Zulassung, Kosten und den Weg dorthin unter Wie werde ich HR-Fachfrau?. Zum Unterschied der Stufen lies Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung?.

Zeitplan vom Fachausweis zum Diplom

Rechne realistisch: Mit Fachausweis verlangt die höhere Fachprüfung mindestens sechs Jahre Berufspraxis. Wer den Fachausweis mit Ende zwanzig erwirbt, steht also oft erst einige Jahre später vor der nächsten Prüfung. Diese Zeit ist kein Leerlauf. Übernimm Projekte, berate Vorgesetzte bei komplexen Fällen und baue Führungserfahrung auf. Genau diese Praxis prüft die höhere Fachprüfung mit Critical Incidents, Rollenspielen und einem HR-Konzept.

Die Anmeldung zur höheren Fachprüfung lief 2026 vom 12. Januar bis 8. März. Teil 1 fand im September in Bern statt, Teil 2 und 3 in Nottwil. Prüfe die Daten für dein Prüfungsjahr bei HRSE.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung. Zulassung und Inhalte von HF- und Hochschulangeboten legen die jeweiligen Schulen fest.

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Häufige Fragen

Was kommt nach der HR-Fachfrau?

In der Regel die höhere Fachprüfung Leiter/in Human Resources mit eidg. Diplom. Alternativen sind HF-Bildungsgänge und Weiterbildungen an Fachhochschulen.

Gibt es eine dipl. HR-Fachfrau?

Nein. Der Abschluss heisst HR-Fachfrau mit eidg. Fachausweis. Das eidg. Diplom ist die höhere Fachprüfung Leiter/in HR.

Wie viel Praxis brauche ich für das HR-Diplom?

Mit Fachausweis mindestens sechs Jahre Berufspraxis, davon zwei Jahre qualifizierte HR-Praxis oder vier Jahre in HR-Projekten oder -Beratung.

Gibt es Bundesbeiträge für das Diplom?

Ja, bis 50 Prozent der anrechenbaren Kursgebühren, höchstens CHF 10'500.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitHR-Fachleute: Prüfungsteile, mündliche Prüfung und Bewertung

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